Ein neuer Job für Michael Brown?
Investors Daily
vom 15. September 2005 18:00 Uhr
ENL5454
*** Auf den Märkten scheint sich immer noch kein Trend abzuzeichnen, außer dass Gold nach oben klettert. Die Kontrakte für Dezember sind gestern für 453 Dollar verkauft worden. Das gelbe Metall erreichte damit den höchsten Wert in siebzehn Jahren. Ich halte mein Kaufsziel bei 425 Dollar und versuche eine andere Möglichkeit aufzutun, zu diesem Preis zu kaufen.
*** Stephen Roach behauptet, "den umfassenden Schlussfolgerungen ist nicht zu entkommen: Eine amerikanische Wirtschaft mit knappen Ersparnissen mit einem riesigen Leistungsbilanzdefizit lebt eigentlich über die eigenen Verhältnisse. Man verlässt sich auf die Ersparnisse aus dem Ausland, um das Wachstum zu Hause zu finanzieren. Aber Amerika scheitert auch daran, das Geld in öffentliche Güter zu investieren, die vielleicht einmal notwendig sein werden, um sich in Zukunft abzusichern. Wegen des Mangels an häuslichen Ersparnissen neigt diese Wirtschaft mit ihren minimalen Etat auch immer zu chronischen Unterinvestitionen in die Infrastruktur – womit die USA dann verletzbar bis an die Grenzen der Belastbarkeit zurückbleiben." Ob diese Grenzen von innen (z.B. durch Katrina) oder von außen (z.B. durch Terrorismus) überschritten werden, eine Wirtschaft mit minimalem Etat läuft immer Gefahr nicht in der Lage zu sein, sich vor solchen Stürmen in einer zerbrechlichen und gefährlichen Welt zu schützen. Eine Energiekrise verschärft die Ungleichgewichte, die eine solche Verletzlichkeit begünstigen. Das stellt die Unverwüstlichkeit, auf die die Finanzmärkte momentan zu zählen scheinen, ernsthaft in Frage."
*** In den Nachrichten hieß es, dass der "sagenhafte Idiot" Michael Brown vom Krisenmanagement nach Washington zurückgerufen wurde. Er wird von einem Mann vom Militär ersetzt, Thad Allan von der amerikanischen Küstenwache. Es ist schade um Brown, aber die Regierung braucht ihre Helden und ihre Sündenböcke. Vielleicht könnte man ihm einen Posten im Irak geben, wo er seinen Ruf zurückgewinnen könnte, indem er gewagte Razzien gegen Straßenhändler ohne Lizenz durchführt.