Ein kleines Ausrufezeichen der Bären
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 8. April 2010, 08:30 Uhr
es war gestern kein guter Tag für bullisch eingestellte Marktteilnehmer. Die Sorgen um Griechenland sind wieder allgegenwärtig. Die Risikoprämien für griechische Staatsanleihen sind entsprechend auf einem Allzeithoch geklettert. Erst vor wenigen Tagen lehnten sich die Bullen nach dem EU-Gipfel entspannt zurück, doch eine Einigung, wie im Notfall mit den Schulden Griechenlands umgegangen wird, ändert schließlich nichts an deren Existenz. Ich hatte schon mehrfach darauf hingewiesen: Das Griechenland-Thema wird uns noch lange begleiten! Nun haben auch noch griechische Banken ihre Regierung gebeten, schlappe 17 Mrd. Euro „flüssig" zu machen.
Auch neue Zinsängste kamen auf: Einen Tag zuvor beruhigte sich auch bei diesem Thema aufgrund des Protokolls der US-Notenbanksitzung die Lage. Nun vertrat ein Vertreter der Notenbank eine etwas andere Einschätzung zur künftigen Geldpolitik, und schon dreht sich wieder der Wind. Gestern blies er also wieder etwas ins Gesicht. Nach etlichen Handelstagen, an denen es für die Bullen nur darum ging, wie stark heute der Rückenwind bläst, ein ganz anderes Gefühl. Ein Fallwind - lt. Wikipedia: Wird eine Luftmasse zum Überströmen eines Gebirges gezwungen, so treten in der Regel auf der Leeseite des Gebirges Fallwinde auf. ... - war es aber noch nicht. Dafür waren die Abgaben von 0,5% beim Dax und 0,66% beim Dow Jones natürlich zu gering. Dennoch setzten die Bären ein kleines Ausrufezeichen! Mit ihnen ist wieder zu rechnen.
Wie befürchtet fand ich gestern nur kurzzeitig mein inneres Gleichgewicht. Die Tai Chi-Übungen bzw. was diese bei mir auslösen, waren bereits nach wenigen Sekunden des Champions-League-Spiels wieder in Vergessenheit geraten. Was für ein Wechselbad der Gefühle! Was für ein toller Fußballabend! Ein derartiges Comeback, wie es den tapferen Bayern gelang, wünscht man sich auch unserer Gemeinschaftswährung. Doch diese verliert weiter gegen den Dollar an Wert. Ein Ende der Talfahrt ist noch nicht abzusehen!
Neuerungen ab dieser Woche!!!
Kürzlich konnten Sie über zwei Veröffentlichungsvarianten der CFX Trader Kolumne abstimmen. Der Investor Verlag hat nun entschieden, dass die Kolumne künftig nur noch einmal täglich erscheinen wird. Keine Angst! Sie verpassen nichts! Sie können aus zweierlei Gründen auch künftig über meine schmale „Trader-Schulter" blicken: Damit Sie inhaltlich nichts vermissen werden, enthält die künftige Morgenausgabe ab sofort einen kurz gefassten Rückblick, der auch meine Trading-Ergebnisse beinhaltet. Als Schmankerl gibt es zudem demnächst einen Trader-Blog auf den Seiten des CFX Broker. Neben interessanten Marktgeschehnissen kann ich Ihnen über diesen Weg auch Trading-Ideen weiterer Handelsinstrumente (Kategorien: Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe) zeitnah vorstellen. Ich halte Sie selbstverständlich auf dem Laufenden!
LESER-AWARD 2010 der BÖRSE am Sonntag
Der CFX Broker ist beim Börse am Sonntag-Leseraward als bester Online-Broker und bester CFD-Broker nominiert. Hier können Sie abstimmen: http://www.boerse-am-sonntag.de/leseraward2010/. Vielen Dank für Ihr Voting!
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfirstig ausgerichtet sind.
Dax (DAX.I): wird die Kurslücke geschlossen?
Rückblick
Kurz nach Börseneröffnung stand ich schon kurz vor einem Short-Engagement, doch eines meiner zwei Bedingungen für einen Einstieg wurde noch nicht erfüllt. Den Dax zog es zwar unter die Unterstützungsmarke bei 6.240 Punkten, aber eben nicht auch noch unter die 50er-Durchschnittslinie (blaue Linie). Wie erwartet stemmte sich diese ebenfalls gegen eine stärkere Abwärtsbewegung. Zur Mittagszeit, beim nächsten Angriff der Bären, musste dann aber auch die Durchschnittslinie ihren Widerstand aufgeben. Ich ging short (bei 6.230). Die negative Stimmung lastete zu stark auf dem Markt. Mustergültig wurde dann eine Gegenbewegung am Widerstand - aus Unterstützungen werden nach deren Bruch Widerstände - abgeschmettert. Nun war klar, dass diese Trading-Idee wohl aufgehen würde. Bei 6.210/00 Punkten wollte ich mich entscheiden, wie mit der Position weiter umgegangen wird. Die Abwärtsdynamik war verflogen, und deshalb deckte ich mich wieder ein (Ausführung zu 6.210,5).
Gestriges Ergebnis: Gewinn 19,5 Dax-Punkte
Vorbörslich verharrt der deutsche Leitindex auf dem Kurs-Niveau, welches am gestrigen Abend umkämpft war. Unter 6.200 Punkte wollen die Bullen den Dax nicht so leicht fallen lassen. Die Gefahr, dass mit diesem Ereignis die Bären weiter aufgebaut werden, ist zu groß. Die Kurslücke, welche zum Monatsanfang (blaues Rechteck) gerissen wurde, droht nun geschlossen zu werden. Ich werde daher den Dax verkaufen, sobald das Abendtief unterschritten wird - gegebenenfalls auch vorbörslich. Sie können den CFD auf den Dax (auch bei anderen Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln!
Spätestens bei 6.130 Punkten erwarte ich dann eine Gegenwehr der Bullen. Ich drehe hier also die Position, falls sich die Vorzeichen verändern. Hierfür sehe ich mir beispielsweise den Minuten- oder 5-Minuten-Chart an und werfe einen Blick auf meine Indikatoren. Lassen sich die Bullen aber an diesem Ort nicht blicken, geht es noch bis auf 6.100 bzw. 6.094 Punkte zurück. Die Vorgehensweise ist hier die gleiche. Wenn auch diese Unterstützungszone fällt, muss mit einer größeren Korrektur gerechnet werden.
Soweit ist es aber noch lange nicht! Die bullisch eingestellten Marktteilnehmer sind zwar etwas aus dem Tritt gekommen, aber sie sind immer noch das bestimmende Team. Bei einer Rückkehr über die 50er-Durchschnittslinie (blaue Linie) gehöre ich wieder dieser Mannschaft an und eröffne eine Long-Position. Am Jahreshoch bei 6.265 Zählern nehme ich dann aber bereits wieder Gewinne mit und wage einen kleinen Short-Einstieg. Nur ein überzeugender Sprung über das Rekordhoch kann mich davon abbringen. Dann wäre die 6.300er-Marke das greifbare und schnell erreichbare Ziel.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Vorbörslich kämpft der Dax mit der 6.200er-Marke. Noch geben die Bullen nicht nach, doch die Eröffnungslücke (blaues Rechteck) will geschlossen werden.
Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Sie können den CFD auf den Dax (auch bei anderen Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.
