Ein halbes Jahr für die Steuer arbeiten
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 13. September 2006 12:00 Uhr
ENL5454
*** Ein australischer Wirtschaftswissenschaftler mit dem erzbritischen Namen
Wolfgang Kasper hat berechnet, wie lange ein Durchschnittsbürger im Jahr arbeiten
muss, um seine Steuerrechnung zu bezahlen. In Singapur arbeitet man demnach
bis zum 31. März eines jeden Jahres für’s Gemeinwohl, bei uns in den Staaten bis
zum 21. April (6 Tage nach Steuertermin). In Deutschland lässt einen der
Fiskus erst ab dem 1. Juli aus den Klauen, während der schwedische Eigennutz sich
bis zum 5. August vertragen lassen muss.
Haben Sie den Eindruck, Ihre Hand- und Spanndienste für den Staat zahlen sich
aus?
*** Beim Aufräumen des Wohnzimmers fiel mir gestern eine alte Ausgabe der „Welt“ in die
Hände, die von meinem besuchenden Studienfreund sorgsam auf dem Klavierhocker
hinterlegt worden war. Sie informierte über
das Ableben des Schauspielers Carl Raddatz.
Eine traurige Sache. Als ich aufwuchs, wohnten meine Eltern in derselben
Straße wie Raddatz. Da ich jeden Tag mit dem Hund im Grunewald unterwegs war, kam
es häufiger vor, dass ich ihm und seinem Schäferhund “Tinchen” über den Weg
lief. Immer nett und freundlich, und so gar keine Star-Allüren.
Seinen Hund hingegen mochten weder ich noch meine ansonsten recht umgängliche
alpine Promenadenmischung Zita. Da gab’s hin und wieder mal Beißereien. Zum
Glück konnte der große Mime auch in diesen Situationen seine ausgebildete
Stimme zum Tragen bringen.
Gelernt ist gelernt.
ähnliche Beiträge:
- Schildbürgerstreich "neue" Kfz-Steuer und Firmen, die vom wachsenden Klimabewusstsein profitieren - Teil 2
- Emerging Markets arbeiten hart…andere arbeiten kaum
- Die Wüste lebt
- "Rohstoff-Super-Steuer": Australien knickt ein
- Rot-Grün will grundsätzliche Steuer auf Aktienspekulationen
- Schildbürgerstreich "neue" Kfz-Steuer und Firmen, die vom wachsenden Klimabewusstsein profitieren
- Vietnam: Wirtschaft fast wieder Tritt
- Düngemittel lieb ich sehr