Ein großartiges Angriffsspiel
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 16. Juni 2010, 08:30 Uhr
an der Fußball-Weltmeisterschaft kann es nicht liegen, dass die Marktteilnehmer die Sorgen um die Finanzkrise in Europa scheinbar vergessen haben. Wenn schon in Südafrika kein Offensivfußball gezeigt wird - mit einer rühmlichen Ausnahme, dem 4:0 der DFB-Kicker -, wenigstens die Märkte marschieren nach oben. Die Aktienmärkte, der Euro, Edelmetalle und Öl: Alle beteiligen sich am Angriffsspiel, mal mehr, mal weniger stark. Bullen-Zeit!
Erfolgreich verlaufende Auktionen irischer, belgischer und spanischer Staatsanleihen wirkten sich positive auf die Märkte aus. Zusätzlich wurden die bullisch eingestellten Marktteilnehmer von einem Statement der Europäischen Kommission angestachelt: Die EU-Staaten seien auf einem guten Weg, die Budgetziele für 2010 zu erreichen.
Der Kurzüberblick:
Dow Jones: +2,10%
S&P 500: +2,35%
Nasdaq: +2,82%
EUR/USD: +0,04%
Gold: +1,11%
Silber: +0,92%
Öl (Sorte Brent): +2,66%
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind. Trading-Ideen anderer Handelsinstrumente werden im CFX Broker Blog vorgestellt.
Dax (DAX.I): wieder über der 6.200er-Marke
Vergangene Woche drohte der Dax noch abzustürzen, doch nachdem bei 5.800 Punkten ein Doppel-Tief markiert wurde, geht es nur noch aufwärts. Nur noch gut 100 Punkte fehlen dem Dax zum Jahreshoch. Nach zwei Handelstagen ohne Dax-Trade konnte ich gestern wieder eine Trading-Idee umsetzen. Ich ging long, als die Widerstandszone bei 6.130/40 Punkten überwunden wurde. Am Abend konnte dann, da war ich aber schon längst aus der Position ausgestiegen, sogar noch die 6.200er-Marke zurückerobert werden. Letztmalig stand der deutsche Leitindex im Mai so hoch.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 37 Dax-Punkte
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Es bedurfte einige Anläufe, doch dann konnte der Widerstandsbereich um 6.130/40 Punkte doch noch überwunden werden. Damit wurde die Hand von der Bremse genommen.
Vorbörslich wird der Dax nun exakt auf der 6.200er-Marke gesehen. Neben der kurzfristigen Aufwärtstrendlinie, ausgehend vom Doppel-Tief bei 5.800 Punkten, orientiere ich mich bei meinen Trading-Ideen an den Kurs-Marken bei 6.140/30 Punkten auf der Unterseite und 6.230 und 6.275 Punkten auf der Oberseite. Ein bärisches Signal wird ausgelöst, wenn die grüne Aufwärtstrendlinie klar nach unten durchbrochen wird. Außerdem bei Verlassen der Unterstützungszone bei 6.140/30 Punkten. Hier nehme ich Short-Einstiege vor, es sei denn, dort kann sich der Dax wieder stabilisieren. Dann kaufe ich den deutschen Leitindex.
Oberhalb der aktuellen Notierung wird entscheidend sein, ob die Bullen auch bei 6.230 oder 6.275 Punkten weiter Gas geben können. Geht den Huftieren an diesen Marken die Puste aus, gehe ich short. Wird aber weiter das Gaspedal durchgedrückt, gehe ich long bzw. bleibe etwaigen Long-Positionen treu. Dann ist das Jahreshoch plötzlich wieder ein erreichbares Ziel geworden.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
