Ein freundlicher Start dank Alcoa
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 8. Oktober 2009, 08:30 Uhr
die neue Berichtssaison beginnt mit einem Paukenschlag. Nach drei Quartalen mit Verlust kehrt der Aluminium-Riese Alcoa wieder in die Gewinnzone zurück. Eigentlich war ein kleiner Verlust erwartet worden. Da die Bekanntgabe nach Börsenschluss erfolgte, wirkt sich die Erleichterung über einen gelungenen Start in die Berichtssaison erst heute aus. Nach dem Tag des Wartens, der kaum veränderte Aktienindizes mit sich brachte, sind heute Aufschläge zu erwarten. Nicht nur die Börsen starten heute freundlich in den Tag, auch ich fühle mich wieder besser. Schlaf ist einfach die beste Medizin!
Auch heute wird die Zinsentscheidung der EZB ein Non-Event werden. Die Leitzinsen werden nicht angepasst und so sind es wieder ausschließlich die Nachrichten aus Übersee, die den Aktienmarkt hierzulande bewegen wird. Insbesondere die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 14.30 Uhr und die Auftragseingänge des Großhandels um 16.00 Uhr stehen heute im Mittelpunkt des Interesses.
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen habe ich auch diesmal ein paar Werte genauer für Sie unter die Lupe genommen. Dies ist meine ganz private Watchlist mit potenziellen Trades. Natürlich werden sich im Laufe des Handelstages auch noch andere interessante Trading-Chancen ergeben. Wie sich der Handelstag dann genau entwickelt hat, erfahren Sie in der Abendausgabe gegen ca. 18.30 Uhr.
Dax-Start mit einer großen Eröffnungslücke
Dax (DAX.I)
Bis fast 5.700 Punkte konnte der Dax gestern zwischenzeitlich klettern. Dann bröckelten aber immer mehr die Kurse und schließlich schloss der Dax leicht im Minus. Die positiven Alcoa-Zahlen werden dafür sorgen, dass heute die 5.700er-Marke fällig sein wird.
Große Eröffnungslücken, wie sie heute zu erwarten ist, bergen die Gefahr, dass diese auch wieder (schmerzhaft) geschlossen werden. Ich werde daher erst wieder aktiv, wenn die Widerstandszone bei 5.750/60 Punkten überwunden wird. Endet hier der zahlenbedingte Aufwärtsimpuls, verkaufe ich den Dax. Wird aber das Jahreshoch bei 5.761 Punkten geknackt, gehe ich long. Bis zum früheren Zwischentief bei 5.813 Punkten sollte dann die Aufwärtsbewegung andauern. Lassen die Kräfte nach - hier blicke ich auf den 1- oder 5-Minuten-Chart -, stelle ich die Position glatt. Ansonsten bleibt die Long-Position im Markt.
Verpufft der gelungene Start in die Berichtssaison bald wieder und kommt der Dax von oben kommend an die 5.700er-Marke heran, kaufe ich den deutschen Leitindex sofern er sich wieder berappeln kann. Ist dies nicht der Fall, verkaufe ich den Dax; aber erst wenn die 5.700er-Marke nachhaltig nach unten durchbrochen wurde (frühestens bei 5.690 Punkten). Auch bei 5.620 Punkten stelle ich mich auf Trade-Aktivitäten ein. Erholt sich der Dax in diesem Kurs-Bereich bevorzuge ich Long-Einstiege. Geht er tiefer, erwarte ich einen Dax-Stand von 5.570/60 Punkten.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25 Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Während Gold ein Allzeithoch aufstellen konnte, sind Dax und Euro (gegen den Dollar) kurz davor neue Jahreshoch zu markieren.
