Ein Experte für Firmen-Restrukturierungen sagt, wie es wirklich ist
Profit Radar
vom 14. Januar 2009, 19:00 Uhr
ENL5454
Ich möchte Ihnen seine Erzählungen jetzt und in den nächsten Profit-Radaren darstellen, denn dass lesen Sie in keiner Tageszeitung und sehen Sie in keiner TV-Sendung. Denn das ist „Realwirtschaft live". Danach werden Sie verstehen, wie wieso die Krise um die strukturierten Kreditprodukte wirklich so verheerend ist und welche Auswirkungen sie auf die Realwirtschaft haben.
Mein Freund erklärte mir. „Daniel, wenn wir in Deutschland noch vor 5 Jahren einen Mittelständler restrukturiert haben, dann lief das so ab: Wir haben die Restrukturierungskonzepte ausgearbeitet. Die Ergebnisse zeigten dann beispielsweise: Das Unternehmen kann gerettet werden, wenn wir Kosten und Kapazitäten abbauen und z.B. die Belegschaft von 5.000 Arbeitnehmern um 1.000 Arbeitnehmer reduzieren.
Mit dem Konzept bist Du dann an den Verhandlungstisch gegangen. Da saßen dann meistens die Hausbank, die einen bedeutenden Anteil besaß, ein paar Spezialfonds mit kleineren Beteiligungen und die Gründer.
Denen hat man dann den Plan vorgelegt, der besagte: Der Abbau eines Arbeitsplatzes kostet uns 40.000 €. Bei 1.000 Arbeitsplätzen brauchen wir jetzt also 40 Mio. €, um das zu stemmen, aber dann kann das Unternehmen gerettet werden.
Und dann bist Du zur Hausbank gegangen und hast mit deren Leuten verhandelt und gesagt: „Hören Sie mal. Sie wollen doch bei Ihrer hohen Beteiligung gar nicht, dass dieses Unternehmen untergeht. Reden Sie mal mit den anderen Fonds und bringen Sie die dazu, anteilig ebenfalls Geld zu investieren. Dann können wir alle das Unternehmen restrukturieren und retten."
So lief das früher. Heute haben wir ein riesiges Problem. " Um welches entscheidende Problem es sich handelt, erfahren Sie dann im nächsten Profit Radar.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi