Ein eleganter Weg, um von der Hausse im Ölsektor zu profitieren
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 17. Juni 2011, 19:00 Uhr
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Wenden wir uns heute mal wieder den Rohstoffen zu. Hier ist die Unsicherheit groß. Neben den Edelmetallen geht der erste Blick immer auf den Ölpreis. Dieser pendelt zwischen 90 USD und 100 USD pro Barrel. Aber wie geht es hier nun weiter? Steigt der Ölpreis bald auf alte Höchststände? Oder bricht der Ölpreis durch die erkennbare Wachstumsverlangsamung der Emerging Markets ein?
Ich will offen zu Ihnen sein? Ich kann es Ihnen nicht sagen. Und ganz ehrlich: Niemand kann es Ihnen sagen. Nicht im kurzfristigen Zeitfenster. Es gibt zu viele Faktoren, die man einfach nicht prognostizieren kann. Es braucht inzwischen beispielsweise nur eine verheerende Wirtschaftsmeldung über den amerikanischen Immobilienmarkt und der US-Dollar knickt ein - und der Ölpreis kann aus dem Nichts nach oben springen.
Sie wissen, wovon ich spreche. Das Grundproblem ist, dass im Ölsektor extrem viele Gelder von Non-Commercials (also von Investoren, die mit dem Rohstoffsektor eigentlich beruflich nichts zu tun haben) und von Spekulanten (Hedge Fonds) aktiv sind. Und niemand kann sicher sagen, wie sich diese Investoren kurzfristig verhalten werden.
Da können ganz andere Gründe, als die fundamentale Lage von Angebot und Nachfrage, eine Rolle spielen. Bei einer Prognose bin ich mir jedoch absolut sicher: Der Ölpreis wird mittelfristig hoch bleiben. Aber dieses „hoch" kann auch mal eine Zeit bei 80,- USD/Barrel oder bei 120,- USD pro Barrel liegen.
Wie gesagt: Die übergeordnete Hausse im Ölsektor wird intakt bleiben. Aber die kurzfristigen Schwankungen sind kaum zu prognostizieren. Das ist ein mittlerer Albtraum für Anleger in Öl-Futures. Deshalb besitze ich persönlich beispielsweise auch keine direkten Öl-Investments (z.B. über Zertifikate oder ETCs).