Ein Beispiel: Whisky als Kapitalanlage
Markus Miller in Kapital & Steuern Global zum Thema Kapitalschutz
vom 6. November 2008, 16:00 Uhr
Es gibt übrigens ein kostenloses Ebook zum Thema Whisky, welches wirklich fast schon unglaublich viele interessanten Aspekte und Empfehlungen aufzeigt. Aus meiner Sicht sehr interessant ist der Teil zum Thema "Vorsicht bei Whisky Investments". Im Zeichen des Whisky-Booms und natürlich auch der anderen Edel-Spirituosen mehren sich natürlich auch hier Schwarze Schafe und Trittbrettfahrer, welche zum Nachteil von gutgläubigen Investoren profitieren möchten. Sie sollten sich also wirklich intensiv mit dieser Thematik befassen, bevor Sie sich dieses sehr spezifische und komplexe "Kapitalanlagesegment" entscheiden.
Sie können diese sehr empfehlenswerte Publikation mit 156 Seiten! unter folgendem link gratis herunterladen: Das elektronische Whisky-Buch
Mein Fazit und Buchtipps
Sollten Sie sich mit dieser Thematik näher beschäftigen, kann ich Ihnen auch noch ein aktuelles Buch sehr ans Herz legen. Immer mehr Anlagestrategen entdecken mittlerweile eben das hochprozentige Potenzial von Nobel-Getränken. Die rund um die Welt wachsende Nachfrage nach Edel-Spirituosen wie Cognac und Whisky ist gemäß Finanzexperten aus diesem Fachgebiet durchaus gegeben. Gefragt ist vor allem, was Prestige verheißt und teuer ist. Ähnlich wie bei kostbaren Uhren - welche ich übrigens auch für eine hervorragende Kapitalanlage in Sachwerten halte - hat sich bereits auch bei Spirituosen ein Fälschermarkt gebildet. Bei Uhren kennen Sie das sicherlich vom Urlaub im Süden. Eine Rolex Daytona oder Breitling Navitimer für wenige Euro kann einfach kein Orginal sein. Als Sammelobjekt sind Fälschungen somit absolut ungeeignet, dass gilt für Spirituosen noch viel mehr, da Sie diese ja eventuell auch noch selbst trinken.
Ich habe damals das Buch von Michael Brückner "Uhren als Kapitalanlage. Wie man von Rolex, Cartier & Co. profitieren kann" gelesen, da ich selbst wie gesagt auch ein Uhrenfan bin. Nun gibt es auch im "Alkoholischen Bereich" ein Buch von ihm. Hier stellt Brückner die elf begehrtesten Nobel-Getränke vor. In kurzweiligen Produktporträts erfahren Sie als kultivierter Spirituosenliebhaber das Wichtigste über Herstellung, Genuss und Anlagestrategie. Besonders interessant ist aus meiner Sicht, dass anhand von Erzeugnissen, welche sich jeder qualitätsbewusste Genießer auch leisten kann, Analogien zum Finanzmarkt und zur Börse aufgezeigt werden. Ebenso wird sehr gut der Aspekt einer eventuellen Kapitalanlage beleuchtet. Vorgestellt werden in dem Buch die Alkoholsorten Armagnac, Champagner, Cognac, Grappa, Nobelliköre, Obstbrände, Portwein, Rum, Tequila, Whisky und meinen persönlichen Favoriten Wodka. Meine Lieblingswodkas - nicht als Kapitalanlage muss ich dazusagen - sind übrigens Grey Goose und Ciroc. Das neue Buch von Michael Brückner trägt übrigens den Namen: "Nobel Drinks: Edle Spirituosen vom Genuss zur Kapitalanlage".
Wie gesagt, ich sehe derartiges grundsätzlich nicht als Strategische Kapitalanlage sondern als mögliche Sachwert-Beimischung in Kombination mit einem Hobby. Allerdings hat das ganze natürlich auch den Vorteil, falls Sie mit Ihrem Kapitalertrag nicht zufrieden sind, können Sie Ihre Flaschen wenigstens immer noch selbst trinken. Ihre Briefmarken, Bilder, Gold oder Silber können Sie weder essen noch trinken.
Ach ja und noch was ganz am Rande. Auch diese "Assetklasse" ist natürlich physisch. Somit wären also Gewinne die Sie mit derartigen Anlagen oder Spekulationen machen nach einem Jahr abgeltungsteuerfrei. Sie müssen nur aufpassen, dass Sie nicht derartig aktiv auf einmal mit Alkohol handeln (gleiches gilt auch für Gold und anderes), so dass Sie Ihr Finanzamt als gewerblichen Händler einstuft.
So und ich werde mir jetzt einmal ein Glas Ciroc gönnen, wie gesagt auch das kann ich Ihnen nur sehr ans Herz legen. Ich habe früher auch immer geglaubt jeder Wodka wird aus Kartoffeln hergestellt. Ciroc-Vodka ist aber aus Weintrauben fünfmal destilliert. Grey Goose wird übrigens aus Roggen hergestellt und ist vierfach destilliert. Diese beiden Top-Vodkas sind allerdings eher zum Trading, sprich sofort trinken geeignet und nicht zur Kapitalanlage. Aber wer weiss, vielleicht kommt eine Tages wieder eine Währungsreform wenn auch nur eine "kalte Währungsreform" und dann habe ich zumindest einige Flaschen an Tauschmittel, also "Fallschirm oder Rettungsboot" im Keller. Falls das auch nicht geht, zumindest der "Sanitäter in der Not" bleibt dann noch. Wobei ich jetzt natürlich nicht die möglichen Folgen des exzessiven Alkoholkonsums verharmlosen möchte, also praktisch das vergleichbar vernachlässigte Emittentenrisiko des Alkohols.
Ihr
Markus Miller
P.S.: Wie immer freue ich mich auch über Ihr Feedback, Kritik oder Anregungen, welche Sie mir gerne zukommen lassen können! Viele Themen meiner Publikationen kommen mittlerweile auch aufgrund von Leser-Vorschlägen zustande. Gerade dieser Leserkontakt ist mir besonders wichtig, da ich ja meine Recherchen in erster Linie an Ihren Bedürfnissen ausrichten will.