Ein Beispiel für das Korrumpieren und Zerstören der USA
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 13. Januar 2012, 07:30 Uhr
ENL5454
Hier ist nur ein Beispiel für das "Korrumpieren und Zerstören" der USA aus der letzten Woche.
Bloomberg:
Trotz der schwachen Wirtschaftslage haben die großen Krankenversicherungen der Nation gut abgeschnitten. Größtenteils deshalb, weil sie ihre Rolle in staatlichen Programmen wie Medicare und Medicaid ausgebaut haben (...).
Der Anteil von Medicare und Medicaid am Gesamtumsatz der großen Krankenversicherungen ist in den letzten drei Jahren von 36 auf 42% gestiegen. Und der Bericht von Bloomberg Government (..) kommt zu dem Ergebnis, dass die Krankenversicherungen ihre Abhängigkeit von den staatlichen Geldern noch erhöhen werden, wenn die neuen Gesundheitsgesetze 2014 voll umgesetzt werden.
Dann wird Medicaid auch zuvor nicht versicherte 16 Millionen Amerikaner mit niedrigen Einkommen versichern, und die Bundesregierung wird beginnen, Gesundheitsversicherungen für geschätzte weitere 19 Millionen Amerikaner zu unterstützen.
Die Krankenversicherungen werden zombifiziert. Sie arbeiten nicht länger ehrlich gegen ehrliche Bezahlung. Stattdessen leisten sie Lobby-Arbeit, damit der Staat mehr für die Gesundheit armer Amerikaner ausgibt. Sie möchten die staatlichen Gesundheitsprogramme so steuern, dass sie mehr Geld erhalten. Die Krankenversicherungen sind jetzt Insider geworden...
Aber kein Sektor hat mehr Zombies als die Industrie der "nationalen Sicherheit". Dwight Eisenhower warnte die Nation schon sehr früh, dass sie auf den "militärischen, industriellen Komplex" aufpassen sollte. Er wusste, wovon er sprach. Er war General und später US-Präsident. Die USA gaben damals schon mehr für "Verteidigung" aus als die Höhe der Netto-Gewinne aller amerikanischen Unternehmen zusammen.
"In den Jahren danach", schreibt Todd Purdum in Vanity Fair, "hat der Trend fast jeden Aspekt des nationalen Lebens ergriffen, mit Konsequenzen, die in ihrer kumulativen Wirkung auf die Wirtschaft ziemlich radikal sind (...). Und dennoch ist das Grad der Veränderung Amerikas von kaum jemandem bemerkt worden..."
Vielleicht haben Sie es bemerkt. Zwischen der Militärpolitik von Obama und der von George W. Bush gibt es kaum einen wirklichen Unterschied.
Warum? Weil ein Zombie-Militär fast unmöglich zurückgeschraubt werden kann. Es hat bereits den politischen Prozess korrumpiert.
Jetzt können die Zombies nicht mehr gestoppt...oder kontrolliert werden.
Zum ersten Teil von: Die größten Zombies der Weltähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Klaus Elgner (13.01. 2012 08:25 Uhr):
Dear Mr. Bonner, You are commenting about some facts, in this case you have written about the most probable fall of the "Empire USA". It is quite clear: All empires have fallen, the question remains: The time has come now already for the "Empire USA". The more important point, however, is: Do you think, the fall of this empire is good? Or is it bad? Is it good or bad for the US citizens? Is it good or bad for the other countries and people living on this globe? I personally think, it is good. Naturally, there is this risk: The next uprising "empire" may be worse. Maybe, there will be more wars. Maybe, there will be even more destruction and suffering. Thanks. Your grateful reader Klaus Elgner
Antworten - Kommentar von Siegfried (13.01. 2012 10:48 Uhr):
Bill Bonner hat recht, wie (fast) immer. Allerdings scheint die Zeitbombe noch wesentlich grösser zu sein wie sich das aus den Geldbetrachtungen ergibt. Warum entwickeln sich in allen Strukturen Insider und Outsider wie er das nennt. Weil der Nagel nach welchem sich die Menschen richten an der falschen Stelle eingeschalgen ist. Solange diese Stelle irdisch bleibt (Geld und Macht) wird sich nichts ändern. Alle Propheten der Vergangenheit welche das ändern wollten, wurden in irgend einer Form vernichtet bzw. die gebrachte Wahrheit zur Unmöglichkeit entstellt. Als grösste nachteilige Folge daraus hat sich das weltumspannede Misstrauen entwickelt. Damit beginnen wir nun in schmerzhaftes Erleben einzutauchen, da wir uns schön langsam gegenseitig zerfleischen werden. Die bevorstehende Korrektur ist wirklich gross. Die Zeit der falschen Imperien geht dem endgültigen Ende zu. Diese Korrektur betrifft nicht nur Systeme sondern alle Einzelmenschen (die ja die Systeme bilden) und wird vermutlich bitterste Jahrzehnte bringen. Dahinter verbirgt sich dann doch noch die Hoffnung.
Antworten - Kommentar von Guillermo Jakobs (13.01. 2012 13:20 Uhr):
Schon im jahr 1996 machte ich ein Kursus auf der Universität in Buenos Aires ( UTN ), da sagte uns damals ein Lehrer das die USA höchstens noch 50 jahre zusammenhielt als imperium so wie wir es zur zeit kannten. Damals verstand ich nicht genau worum es sich handelte, aber er meinte das die ersten symptome gegeben waren das dies früher oder später erfolgen würde. Heute sehe ich es viel klarer; sehr gut ihr Artikel.
Antworten - Kommentar von Gerhard Grasmann (13.01. 2012 15:02 Uhr):
Hallo, man sagt immer, es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten. Ich weiss, meine Frage ist trotzdem dumm, aber was ist bitte ein Zombie? Ich weiss es wirklich nicht. Dank im Voraus
Antworten- Antwort von Peter Harting (14.01. 2012 00:08 Uhr):
Ein Zombie ist ein Fabelwesen. Es spielt im westindischen Woodoo-Kult eine Rolle. In Europa eher mit einem Vampir vergleichbar. Im Wörterbuch fand ich auch die Entsprechung "Trottel". Scheuen Sie nicht, in Google mal reinzuschauen. Andere wissen noch mehr. In BiBos Kontext sind Zombies eigentlich Schmarotzer. Sie leben auf Kosten Anderer, tragen kaum etwas Sinnvolles zur Produktion, zum Wohlstand oder einer sich weiter entwickelnden Kultur bei. Sie verbrauchen die Ressourcen und degenieren. - ein zyprischer Weiser (aus Stravolos) hat mal die Formel gebracht: Materie ist als Diener herrlich, als Herr katastrophal. Zombies sind die leibhaftig gewordenen "Materiellen". - Sie haben uns hier mal einen großen Gefallen getan, indem Sie das alberne "Liebe Leserinnen und Leser" abstellen halfen. Das waren doch Sie, aus Australien? Vielen Dank. Deshalb antworte ich Ihnen gern, aus Deutschland (Schwarzwald). Die Zombies haben sich auch mit wachsendem Erfolg des Deutschen bemächtigt und verdrängen es aus seinem angestammten Platz als Literatursprache. Nein, es geht um was Anderes als die Anglizismen, sondern um das, was Sie gemeint haben: Der politisch oktroyierte Sprachstil mit femininen Berufsbezeichnungen anstelle der im Deutschen neutral maskulinen, der Umbenennung von Neger in Schwarze, von Bombay in Mumbai, von Zigeuner in Roma; es sind, wie Frau Dr. Merkel (Bundeskanzler) es genannt hat in Bezug auf die Finanzkrise, "systemische" Eingriffe, die entsprechende Schäden hinterlassen. Zombie-Schädigungen, auch hier.
- Antwort von Peter Harting (14.01. 2012 00:08 Uhr):
- Kommentar von rolf bichsel (13.01. 2012 18:46 Uhr):
auch die sowietunion ging sang und klanglos unter, das leben geht weiterdie geschäfte auch die usa fehlt niemanden, immer wieder alter wein in neuen schläuchen
Antworten- Antwort von Gerhard Grasmann (19.01. 2012 07:47 Uhr):
Hallo Herr Peter Harting, könnten Sie mir bitte Ihre e-mail mitteilen, ich habe lange in Waldkirch i.B. (bei Freiburg) gewohnt. Hätte gerne mit Ihnen Kontakt..... Mit freundlichem Gruß, Gerhard Grasmann Australien.....
- Antwort von Gerhard Grasmann (19.01. 2012 07:47 Uhr):
ENL5454
weitere Ausgaben von
Kapitalschutz Akte
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Freitag, 25. Mai 2012
Donnerstag, 24. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Sicheres Geld
Der exklusive Börsendienst, der Ihr Vermögen zuverlässig schützt
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Sicheres Geld