Ein alter und ein junger Rat
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 22. September 2009, 07:30 Uhr
ENL5454
Nachdem in der vergangenen Woche der Dow stieg und Öl auf über 72 Dollar kletterte, und nachdem fast alle Rohstoffe gestiegen waren - abgesehen von Erdgas - dachte ich, dass die Party nach der Krise ganz gut läuft.
Es ist gut möglich, dass die Party noch weiter andauert. Die zugrundliegenden Probleme der Realwirtschaft sind noch nicht korrigiert. Sie werden wie Zombies in einem schlechten Horrorfilm wieder aufstehen und die Party zu ihrem Ende führen. Ohne die Unterstützung aus China, wird der Goldpreis vermutlich mit allem anderen auch fallen. Das bringt mich zurück zu der Frage, der ich ausgewichen bin:
Dad, ich habe in den vergangen beiden Tagen mit dem Gold, auf das ich gesetzt habe, 2.000 Dollar gemacht. Aber ich bin nervös... sollte ich es verkaufen?"
Jules hat gerade seinen Abschluss am College gemacht. Er investiert seine mageren Mittel und versucht so große Rücklagen anzusparen, dass er ein Jahr ohne Arbeit auskommen kann und sich auf seine Karriere als Komponist und Performer konzentrieren kann.
Jules... ich weiß es nicht", begann meine Antwort. Aber du bist noch jung. Du kannst es dir erlauben zu spekulieren. Wenn es gut läuft, dann hast du Geld erwirtschaftet. Wenn sich das Blatt gegen dich wendet, dann lernst du etwas... und du hast noch viel Zeit, um dich davon zu erholen."
Es scheint so, als würde die Party noch eine Weile weitergehen. Wenn ich an deiner Stelle wäre... dann würde ich das Gold noch eine Weile länger halten."
Mein Ratschlag an einen Mann im Alter von 21 Jahren ist nicht der Gleiche, den ich einem Mann im Alter von 60 Jahren geben würde. Der ältere Mann würde einen älteren Ratschlag bekommen:
Verspiele nicht dein gesamtes Geld am Goldmarkt", würde ich zu ihm sagen.
Der Ältere braucht Gold. Aber er braucht es als Absicherung... als Reserve für den Fall einer Katastrophe... als eine Form von Ersparnissen. Die Zentralbank war nachlässig und sie ist baufällig. Sie schützt Amerikas Geld und Amerikas Vermögen nicht mehr. Ein Ottonormalverbraucher muss das selbst erledigen. Er muss eigene Reserven haben... Reserven von echtem Geld - Gold.
Er sollte kaufen. Er sollte das Geld halten. Er sollte in den Tälern kaufen. Aber er sollte nicht auf höhere Preise spekulieren... oder sein Vermögen durch Spiele am Goldmarkt riskieren. Vermutlich wird der Goldpreis, nach diesem spekulativen Boomchen" wieder fallen. Um wie viel? Wie weit? Wie lange? Die Antworten auf diese Fragen kenne ich natürlich nicht.
Aber ich kaufe heute nicht. Doch ich habe schon meine Positionen in Gold. Ich werde noch mehr hinzufügen - während des nächsten Einbruchs.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Michael Eitel (22.09. 2009 08:33 Uhr):
Was sagen Sie zu der Ankündigung des IWF, dass er 400 Tonnen Gold verkaufen will ?
Antworten - Kommentar von Wolfram Dischreit (22.09. 2009 14:29 Uhr):
Der GOLD-Wert ist gestiegen, jetzt bei 1000 US-Dollar. Für uns Deutsche ist der Wert in Euro verbindlich. Die Kurse zwischen US-Dollar und Euro schwanken. Können Sie den GOLD - Preis in Euro für die letzten 10-20 Jahre darstellen? Ich danke für Ihre Mühe, mit freundlichem Gruß Wolfram Dischreit
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