Edelmetall-Preise steigen seit Herbst 2008
Franz-Josef Buskamp in Wave Daily
vom 15. Juli 2009, 16:40 Uhr
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Rohstoff- und Edelmetallaktien haben in den vergangenen Monaten höchst unterschiedliche Entwicklungen vollzogen. Während die Rohstoffunternehmen, insbesondere die Industriemetallproduzenten - mit Ausnahme des Kupfersektors, vor dem Hintergrund der weltweiten Konjunkturkrise deutliche Preisrückgänge verzeichneten, entspannte sich die Lage im Edelmetallsektor seit dem Crash im Herbst 2008.
In den Industriemetallsektoren fiel in den vergangenen Monaten die deutliche Preiserholung am Kupfermarkt auf. Sie geht mit einer hohen chinesischen Nachfrage einher. Die Chinesen haben die Preiszusammenbrüche in den Industriemetallsektoren gezielt genutzt, um strategische Reserven aufzubauen.
Die Uranproduzenten leiden wegen niedriger Uranpreise, die darauf zurückzuführen sind,dass sich die Uran-Abnehmer - die Betreiber von Atomkraftwerken - zunächst aus strategischen Reserven versorgt haben. Sobald diese Lager ein Kapazitätsminimum erreichen, kehrt die Nachfrage wieder an den Markt zurück. Hier ist unverändert Geduld erforderlich.
Ölpreis hat Talsohle durchschritten
Auch die zuletzt wieder deutlich gestiegenen Ölpreise zeigen, dass die gröbsten Konjunktureinbrüche hinter uns liegen sollten. Bei einer weltweiten Konjunkturerholung und sich anschließender Stabilisierung sollten in den kommenden zwei bis drei Jahren auch die Industriemetallpreise wieder stärker anziehen.
Der Edelmetallsektor bleibt hingegen aufgrund ganz anderer Einflüsse, wie dem seit langer Zeit wieder gestiegenen Investoreninteresse, weiterhin der spannendste Markt. Die Kurseinbrüche im Herbst 2008 waren vor dem Hintergrund der Lehman-Pleite auf Panikverkäufe von institutioneller Seite zurückzuführen und entbehrten jeglicher fundamentaler Grundlage.
Nachdem sich der Gold-Bugs-Index (HUI) von seinem Oktobertief bei 150 Punkten bis Anfang Juni auf 400 Punkte erholen konnte, war eine Korrektur- und Konsolidierungsphase überfällig. Damit sind die Anstiege aber keineswegs vorbei: Der Markt sammelt Kraft für den nächsten Aufwärtsschub, von dem diesmal auch die Explorationsaktien stärker profitieren sollten.
Herzlich Ihr
Franz-Josef Buskamp, Chefredakteur Value Investor
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