EADS wieder in den schwarzen Zahlen
Jochen Steffens in Investors Daily
vom 08. März 2004 18:00 Uhr
ENL5454
Der europäische Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS kann 2003 wieder schwarze Zahlen vermelden. So beläuft sich der Nettogewinn 2003 auf 152 Mio. Euro. Im Vorjahr war noch ein Minus von 299 Mio. Euro angefallen. Hintergrund damals, die Krise in der Luftfahrtbranche, die üblichen Abschreibungen und dazu noch ausufernde Probleme in der sowieso schon defizitären Raumfahrbranche. Das Ebit stieg 2003 auf 1,54 Mrd. Euro. Das bessere Ergebnis 2003 beruht auf dem starken Wachstums in der Militärsparte und dem guten Abschneiden von Airbus.
Der Umsatz konnte ebenfalls leicht auf 30,1 Mrd. nach 29,9 Mrd. Euro zuvor zulegen. Der Flugzeugbauer Airbus erwirtschafte davon rund 19 Mrd. Erfreulich ist, dass sich der Auftragseingang auf 61,15 Mrd. Euro verdoppelte. Ebenfalls positiv zu vermerken ist: Auch der etwas konjunkturunabhängigere Auftragsbestand in der Militärsparte konnte sich fast auf rund 46 Mrd. Euro verdoppelt. Nur die Raumfahrtsparte wartet weiterhin mit Verlusten auf, steigerte sie sogar auf 400 Mio. Euro, nach einem minus von 268 Mio. Euro im Vorjahr.
Die Dividende soll von 0,30 Euro auf 0,40 Euro je Aktie angehoben werden. Beim Ausblick auf 2004 rechnet das Unternehmen damit, das Ebit auf rund 1,8 Mrd. Euro steigern zu können. Ab 2005 solle dann auch die zivile Luftfahrt eine Aufschwung erleben. Hier ist EADS gut positioniert, das Unternehmen konnte im vergangenen Jahr mit 305 abgesetzten Flugzeugen erstmals Boing schlagen.
EADS sinkt nach dieser Nachricht um 1,06 % auf 18,70 Euro.