Dunkle Wolken über dem Solarsektor
Daniel Wihelmi in Profit Radar
vom 26. August 2011, 19:00 Uhr
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Die Story des Tages (noch vor dem Investment von Warren Buffett in Bank of America) ist natürlich der Rücktritt von CEO-Wunder Steve Jobs bei Apple. Überall können Sie darüber lesen - und deshalb werden wir uns hier überhaupt nicht mit Apple beschäftigen. Heute sprechen wir stattdessen über eine Branche, die völlig in Vergessenheit geraten ist:
Den chinesischen Solarsektor. Denn inzwischen haben alle großen chinesischen Solarunternehmen ihre neuen Quartalszahlen präsentiert. Damit bietet sich nun der ideale Zeitpunkt für ein Update über den aktuellen Stand der Dinge mit Solarmarkt an. Dass die Situation im Solarsektor voller dunkeler Gewitterwolken hängt, weiß inzwischen jeder.
Dem können sich auch die chinesischen Solarfirmen nicht entziehen. Von den großen chinesischen Solarunternehmen konnten nur Yingli und vor allem Jinko Solar mit ihren neuen Quartalszahlen überzeugen. Auf der negativen Seite fielen vor allem die Geschäftszahlen von Suntech Power und LDK Solar ganz übel auf.
Zuletzt berichtete mit Trina Solar der letzte große chinesische Solarkonzern. Und auch an Trina Solar gehen die harten Zeiten im Solarsektor nicht spurlos vorbei: So vermeldet Trina für zweites Quartal einen Gewinnrückgang von -70% auf knapp 12 Millionen USD. Dabei konnte man den Umsatz sogar um rund +56 Prozent auf knapp 580 Millionen USD steigern.
Im abgelaufenen Quartal verkaufte Trina Anlage mit einem Leistungsumfang von 396 Megawatt. Das ist ein Firmenrekord. Und trotzdem bricht der Gewinn ein. Die Bruttomarge fiel von 17,0 Prozent auf 15,1 Prozent. Diese Zahlen zeigen das Problem des Solarsektors: Die Preise für Solarmodule sind zerstört. Die Angebotsseite ist durch den aggressiven Ausbau der Produktionskapazitäten der Chinesen derzeit zu groß.