Druck auf China auch aus Europa?
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily zum Thema Global Anlegen
vom 04. Dezember 2006 12:00 Uhr
ENL5454
*** Das Handelsbilanzdefizit der Eurozone gegenüber China und Japan ist in den ersten acht Monaten des Jahres 2006 stark gestiegen. Das Ungleichgewicht gegenüber China stieg um erschlagende 21% auf einen Rekordwert von 70,4 Milliarden Dollar. China wird jetzt die USA als zweitgrößten Importeur in die Eurozone verdrängen, gleich nach dem Vereinigten Königreich. Die Spanne zwischen Europa und Japan weitete sich um 17%.
Das sind kleine Brötchen verglichen mit dem amerikanischen Handelsbilanzdefizit mit China, welches allein im September einen Rekord von 23 Milliarden Dollar erreichte. Aber es sollte weiteren Druck auf Peking ausüben, den Yuan freier gegenüber anderen Währungen fluktuieren zu lassen, wie z.B. gegenüber dem Dollar und dem Euro.
Brüssel schlägt bereits Strafzölle auf Importe von ungefähr 40 Produkten auf, die europäische Unternehmen aus China importieren.
Nachdem die Handelsbilanzdefizite heute wieder im Blick der Politiker sind, ganz besonders der Demokraten auf dem Kapitolshügel, steigen die Chancen für zunehmenden Druck auf Peking, den Yuan anzupassen, in den nächsten zwei Jahren exponentiell.
*** Mietwagen
Der Tag hatte so gut angefangen. Mein ältester Sohn war gerade aus der Tür um seinen Schulbus zu erwischen (den er die beiden Tage zuvor verpasst hatte). Ich hatte gerade ein Interview abgeschlossen. Die jüngeren Kinder waren schon vor 8:30 Uhr angezogen und hatten gefrühstückt. Der Hund war schon spazieren gegangen. Und wir kamen in genau dem Moment an der Schule an, als die Türen aufgingen und es anfing zu läuten.
Und in genau diesem Moment leuchtete das Licht „Check Engine“ in meinem Auto auf. Ich überprüfte die üblichen Verdächtigen – darunter auch den Benzindeckel, den ich vielleicht mit nur zwei Umdrehungen statt mit drei Umdrehungen zugeschraubt hatte – doch das Licht leuchtete weiter. Also bin ich zum Händler gefahren.
Dort stand natürlich schon eine ganze Reihe von Autos auf dem Parkplatz. Es würde im besten Falle bis zum frühen Nachmittag dauern, ehe sie sich meinem Problem zuwenden könnten. Also bin ich einen Block weiter zum nächsten Händler gelaufen. Dort gab es gute und schlechte Nachrichten.
Sie hatten noch ein einziges Auto, das sie an mich vermieten konnten. Das war die gute Nachricht.
Es war ein weißer Transporter.
Das war schlecht.
Doch die Berechnung der Transportkosten hat dann den Ausschlag gegeben. Eine Taxifahrt in die Stadt würde mich 40 Dollar kosten. Und der Wagen kostete nur 70 Dollar für den Tag.
„Hier ist ihr Mädels-Magnet“ sagte der Händler, als er mir den Schlüssel überreichte. Ich lächelte übellaunig.
Als ich Richtung Süden fuhr, rief ich meine Frau auf dem Handy an und berichtete ihr von meinem neuen Statussymbol und Sexappeal.
„Gut“, sagte sie, „dann kannst du auch gerade hier vorbeikommen, die alte Tischtennisplatte abholen und sie zum Sperrmüll fahren.“