Dreieck im DAX - Der DAX muss bald liefern
Sven Weisenhaus in Wave Daily zum Thema Dax 30
vom 13. August 2010, 13:00 Uhr
ENL5462
Will der DAX das Dreieck nach oben verlassen, so müsste der Ausbruch nun recht bald erfolgen.
Dreiecke neigen zu einem Ausbruch nach unten hin, wenn die Kurse zu weit in die Spitze hinein laufen. In der Regel sollten die Kurse nur zu 2/3 in das Dreieck hinein laufen und dann nach oben hin ausbrechen.
Damit Sie die Linien in den folgenden Charts verstehen, möchte ich Ihnen noch kurz den langfristigen DAX seit dem März-Tief in 2009 in Erinnerung rufen.
(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen
Bereits hier sieht man recht deutlich, dass sich die Hochs entlang der blauen waagerechten Linie bilden, während die Tiefkurse steigend verlaufen.
Auch den folgenden Chart kennen Sie bereits, der lediglich die Korrekturphase im blauen Rechteck etwas näher darstellt.

(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen
Dabei deutet die orange Aufwärtstrendlinie die steigende Linie des Dreiecks an.
Inzwischen kann diese Linie auch etwas steiler eingezeichnet werden, wie ich es im folgenden Chart getan habe.

(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart, Tageskerzen
Dort wo die orange Linie die blaue Aufwärtstrendlinie kreuzt, könnte der DAX nach den aktuellen Kursverlusten Halt finden.
Zudem ist nun zu erkennen, dass dort, wo die orange Linie die waagerechte Linie schneidet, das Dreieck sein Ende findet.
Geht man nun von der zwei Drittel-Regel aus, die ich oben beschrieben habe, so muss der DAX sehr bald liefern, um den Ausbruch nach oben noch zu schaffen.
Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir diesen Ausbruch aus aktueller Sicht in der zweiten August-Hälfte noch schaffen, bevor der September als schwacher Börsenmonat wieder Druck auf die Kurse ausübt.
In der noch kurzfristigeren Betrachtung und aus Elliott-Wellen-Sicht habe ich für Sie noch den Bereich analysiert, der sich in dem roten Rechteck im oberen Chart befindet.

(Quelle: CFX-Broker) DAX, Candlestick-Chart
Bei dieser Formation könnte es sich um ein steigendes Diagonales Dreieck vom Typ II handeln, auf die ich zu einem späteren Zeitpunkt noch näher eingehe.
Elliott-Wellen-Grundlagen: steigendes diagonales Dreieck vom Typ II
Grundsätzlich bilden sich in dieser Formation 5 Wellen, deren Tiefs und Hochs jeweils verbunden werden können und keilförmig zusammen laufen. Die Wellen 1 und 4 überschneiden sich. Auch hier ist die dritte Welle nie die kürzeste.
Die Wellen 1, 3 und 5 verlaufen dabei 5-gliedrig, womit sich diese Formation vom normalen Dreieck unterscheidet. Es handelt sich zudem um eine Trendformation und führt somit am Ende zu weiteren Kursen in Trendrichtung.
Hier also zu weiter steigenden Kursen.
Die Kursverluste sollten, damit sich meine aktuellen Einschätzungen erfüllen, bald ein Ende finden. Möglichst noch am heutigen Freitag. Dann sollte die Welle 5 starten und im Anschluss daran der Ausbruch vollziehen.
Trifft dies so nicht ein, sehe ich langsam wirklich schwarz für den DAX. Dann könnte der September den DAX auch noch mal deutlich tiefer führen. Aber so weit sind wir noch nicht....
(Puh, jetzt ist 12:57 Uhr und somit 3 Minuten vor dem heutigen Versand dieser Ausgabe. Das war knapp. Manchmal kommt man wirklich in Stress. Aber die heutige Analyse hat mir Spaß gemacht.)
Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende
Sven Weisenhaus
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Mohmand (14.08. 2010 18:40 Uhr):
Sehr geehrter Herr Weisenhaus, Der Dax muß nicht liefern, was er nicht kann.In dieser Hinsicht ist die klassische Charttechnik der Elliott-Wellen-Analyse Lichtjahre unüberholbar voraus.Während Elliottanalyse die Vergangenheit zu erklären versucht, kann die klassische Charttechnikmit mit sehr hoher Wahrscheinlich die zukunfige Bewegung eines Basistels voraussagen:Dax wird sein vorheriges Hoch knapp erreichen, aber niemals im Sinne Ihres grünen Pfeils sich nach oben bewgen.Dieses Aufwärtspotential hat Dax leider nicht mehr.Er ist ausgepowert und muss sich nach dem vorliegenden kleinen Aufwärtsimpuls gen Süden für einen längeren Zeitraum verabschieden.Der count Down für die kommende Abwärtsbewegung läuft.Diese eindeutige Vorhersage ist nur mit der klassischen Charttechnik möglich, aber nicht mit der Elliott-wellenanalyse. Mit vielen Grüssen Mohmand.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (18.08. 2010 21:34 Uhr):
Guten Tag! Die EW-Theorie kann sehr wohl auch für Kurs-Prognosen genutzt werden, nämlich insbesondere dann, wenn eine neue 5-gliedrige Aufwärtsbewegung nach dem Überschreiten des Hochs der Welle 1 im Rahmen der Welle 3 identifiziert werden kann. - - - Im Moment fühle ich mich noch sehr wohl mit meiner Prognose. Und natürlich war der grüne Pfeil nicht als exakter Verlauf zu verstehen, sondern als grobe Richtung. Ich habe dies im heutigen Beitrag (18.08.2010) auch noch einmal so dargestellt. - - - Ich bin sehr gespannt, wer von uns Recht behalten wird. Ich denke, der September könnte Ihnen in die Hände spielen. Bis dahin wird der DAX ein neues Hoch ausgebildet haben. Vielleicht gewinnen wir so beide ;o) - - - Viele Grüße - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von karl krantz (19.08. 2010 09:18 Uhr):
er hat nur falsch gezählt. W3 schon W5
- Antwort von Sven Weisenhaus (24.08. 2010 10:24 Uhr):
Hallo Herr Krantz! Vielen Dank für Ihren Hinweis. Ich habe diesen in meinem Beitrag vom Montag (23.08.2010) aufgegriffen. Ich hoffe, Sie haben diesen Beitrag gelesen und hierüber meinen Dank erhalten ;o) - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (18.08. 2010 21:34 Uhr):
- Kommentar von Karl Krantz (25.08. 2010 15:29 Uhr):
Ich bin positiv überrascht, das Sie so offen für Anregungen sind. Das hat man nicht oft. Eigentlich ist es nur eine abc Korrektur, die über das Top hinausgeht. Jetzt beginnt Finalwelle.
Antworten- Antwort von Sven Weisenhaus (26.08. 2010 09:02 Uhr):
Guten Tag Herr Krantz! - - - Ich bin sogar sehr dankbar für wertvolle Tipps. Schließlich bin ich weder allwissend, noch unfehlbar. Und wenn ich aus der Lesergemeinschaft gute Hinweise erhalte, dann gebe ich Sie gerne auch an die anderen Leser weiter. So profitiert jeder davon und kann gegebenenfalls seine Performance im Depot steigern. Und darum geht es doch hier, oder?! ;o) - - - Mit freundlichen Grüßen - - - Sven Weisenhaus
- Antwort von Sven Weisenhaus (26.08. 2010 09:02 Uhr):

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