Drei Wachstumsaktien gehen an die Börse
Investoren Wissen
vom 30. Januar 2007 16:00 Uhr
ENL5462
Lieber Leser,
Der Markt für Aktienneuemissionen war hitverdächtig in 2006. Mehr als 43 Milliarden Dollar wurden durch Akteinneuemission erzielt. Und 2007 wird ein weiteres erstklassiges Jahr...
Vom 28. Dezember an warten 158 Unternehmen darauf, zu emittieren. Fünf davon sind gepreist und bereit, in den kommenden Wochen auf den Markt zu kommen.
Eines der größten Missverständnisse, was Aktienneuemissionen anbelangt, ist, dass nichts zu gewinnen ist, sollte man nicht vor der offiziellen Ausgabe der Emission kaufen können. Es wird angenommen, dass die Gewinne für die zugelassenen Händler und Investmentbanken reserviert sind.
Laut Louis Bass, der Aktienneuemissions-Spezialist beim Oxford Club, ist dies gar nicht der Fall. Heute baten wir Lou, uns zu zeigen, warum und wie der Otto-Normal-Investor genauso profitieren kann. Folgend das Gespräch mit ihm, zuzüglich dreier Aktienneuemissionen seiner Watchlist.
IU: Der Markt für Aktienneuemissionen kann eine große Reichtumsquelle sein. MasterCard (NYSE:MA), z.B. hat sich seit ihrem Debüt im Mai mehr als verdoppelt. Aber wie kann man mit Aktienneuemissionen Geld verdienen, wenn man kein zugelassener Händler ist, jemand, der Anteile vor der offiziellen Emission kaufen kann?
L.B.: Nutzen Sie die Phase nach dem Börsengang. Die Nachbörse ist nur ein anderes Wort für den öffentlichen Markt, wo jeder Anteile kaufen kann, sobald der Handel beginnt. Zu viele Investoren glauben fälschlicherweise, dass alle Gewinne von jenen eingefahren werden, die die anfängliche Zuteilung von Wertpapieren erhalten. Und das entspricht einfach nicht der Wahrheit. So warf letztes Jahr die durchschnittliche Akteinneuemission 26 % ab, und doppelte damit fast die Rendite des S&P500. Doch noch wichtiger, 50% der Out-Performance erfolgte an der Nachbörse. Und vergessen Sie nicht, das sind nur Durchschnittswerte. Hätten Sie Anteile von Riverbed Technology (Nasdaq: RVBD) MasterCard oder Omrix Biopharmaceuticals (Nasdaq:OMRI) am zweiten Handelstag gekauft, würden Sie Gewinne von 95%, 129% und 223% erzielt haben (bezogen auf den gestrigen Handelsschluss).
IU: Welches ist die Charakteristik Nr. 1, wenn Sie eine Aktienneuemission an der Nachbörse in Betracht ziehen?
L.B.: Bei der Selektion der heißesten Möglichkeiten achte ich auf Unternehmen mit signifikantem und nachhaltigem Wachstum. Nehmen Sie z.B. Home Inns & Hotel Management (Nasdaq:HMIN). Das Unternehmen betreibt Hotels in China im Stil der Best Western Hotels. In den ersten fünf Jahren eröffnete das Unternehmen eindrucksvolle 82 Standorte. In den nächsten Jahren sind mindestens weitere 60 geplant. Die Renditen der Vor-Aktienemission betrug 129 % in den ersten 6 Monaten und das kratzt gerade mal an der Oberfläche. Die Milliarden-Gesellschaft Chinas, mit mehr verfügbarem Einkommen und mehr Reisen, kann die Wirtschaft ohne Probleme 142 mehr Standorte tragen. Überlegen Sie, in den USA hat Best Western allein 2200 Standorte bei einer vergleichsweise geringen Bevölkerung. Angesichts dieser offensichtlichen Wachstumsmöglichkeit, überrascht es nicht, dass die Anteile von HMIN heute schon 48% höher liegen als am ersten Handelstagsschluss.
IU: Neben dem Wachstum, worauf achten Sie noch?
L.B.: Profitabilität: Die meisten Investoren haben sich während der Internetblase die Finger verbrannt, weil sie jede "olle" Firma gekauft hatten, inklusive jene mit absolut keinen Gewinnen oder Renditen. Damals war es schwer, es nicht zu tun, weil nur 25 % aller Firmen, die 1999 und 2000 an die Börse gingen, profitabel waren. Zum Schluss wird ein Untenehmen, das schon erfolgreich ist und Wachstumsmöglichkeiten besitzt, auch sehr wahrscheinlich profitabel bleiben. Und die Anteilspreise werden das widerspiegeln.
IU: Welches sind die jetzt kommenden Aktienneuemissionen, auf die Sie ein Auge geworfen haben?
L.B.: Es sind drei, denen ich mich widme: American Stock Exchange, the Chicago Board Options Exchange und MetroPCS. .Die beiden haben Ihren Börsengang noch nicht öffentlich bekannt gegeben..., aber es wird weithin angenommen, dass es bald geschieht. Beide agieren auf dem Feld der Börsen, die immer beliebter werden; kürzlich bewiesen durch die NYMEX (NYSE:NMX) und die erwartete Konsolidierung der Industrie.
MetroPCS ist ein Mobilfunkprovider, der sich darauf spezialisiert, bisher unbeliebte Märkte zu betreten. So bietet er keine Langzeitverträge, Flatrates und unbegrenztes Telefonieren. Das Unternehmen ist profitabel und wird wahrscheinlich im nächsten Quartal signifikant wachsen, wenn es neue Märkte wie New York, Philadelphia und Boston betritt. Es könnte ebenso ein Übernahmeziel sein. Der Wettbewerb wird intensiver und die Langzeitkarriere der Nation ist abhängig von viel mehr als nur einem neuen Telefonanbieter, um neues Geschäft zu bringen.
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