Drei Tipps von einem eingefleischten Trader
D.R.Barton (US-Korrespondent) in Investoren Wissen
vom 7. Juli 2010, 16:00 Uhr
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ich nutze jede Gelegenheit, um über die besten Trader und Investoren zu lesen. Mein Bücherregal ist voll mit Büchern, die mir den besten Einblick in diese Welt bieten. Zum Beispiel von Benjamin Graham, Jesse Livermore und natürlich auch von Warren Buffett.
Heute möchte ich kurz ein Buch von einem erfahrenem Trader vorstellen. Es heißt: "Winning The Day Trading Game" von Tom Busby. Ich möchte Ihnen daraus 3 wichtige Tipps geben.
Tom Busby hat in 25 Jahren wirklich sehr nützliche Erfahrungen mit Trading gesammelt. Er machte dabei alles durch, vom größten Erfolg über die Pleite und dann wieder zurück zu Reichtum.
Tom hat, wie viele andere Spitzentrader auch, ordentlich Lehrgeld bezahlen müssen. Aber er wurde sehr erfolgreich.
Beinahe Pleite wegen fehlendem Risikomanagement
Aber seine Erfolge führten zu Selbstüberschätzung und Überheblichkeit. Vor allem hatte er kein Risikomanagement. Und am Schwarzen Montag, dem 19. Oktober 1987, hatte er eine riesige Position an ungedeckten Optionen. Mit dieser Spekulation hätte er alles verlieren können: Haus, Auto, Arbeit.
Aber Tom erholte sich von diesem extremen Verlust - psychisch und finanziell. Und das, also wie er sein Vertrauen zurückgewann, macht das Buch lesenswert.
Es gibt aber noch andere nützliche Aspekte in dem Buch:
3 wertvolle Tipps von Tom Busby:
1) Kontrollieren Sie zuerst das Risiko. Sie werden dafür Ihre Belohnung erhalten. Seit dem Zusammenbruch am Schwarzen Montag hat Tom jede Menge Werkzeuge, mit denen er sein Risiko bei seinen Trades handhabt.
Zum Beispiel setzt er sich einen maximalen Verlust für eine bestimmte Zeitperiode. Für einen Day Trader könnten das 2% Verlust pro Tag sein. Wenn dieser Wert erreicht wird, wird an diesem Tag nicht mehr weiter gezockt. Für Swing Trader könnte dieser maximale Verlust bei 5% pro Woche liegen. Für längerfristige Trader vielleicht bei 10 bis 15% im Monat. Die genauen Prozentwerte sind dabei gar nicht so wichtig. Diese Verlustgrenze ist vor allem dann wichtig, wenn Sie erst mit dem Traden anfangen oder ein neues System bzw. eine neue Strategie ausprobieren.
2) Die Beachtung des ersten Kurses am Jahresanfang. Für Tom ist das ein wirklich wichtiger Punkt. Egal ob es sich dabei um einen Future auf einen Index, um Rohstoffe oder um Aktien handelt. Steigt der Index etc. über seinen Eröffnungskurs am Jahresanfang, dann ist das ein Kaufsignal. Fällt der Kurs darunter, dann ist dass ein Zeichen dafür, dass der Markt schwächer wird.
Sie können den Jahresanfangskurs auf den meisten Finanzportalen oder in vielen Anlegerzeitschriften finden.
Achten Sie auf die großen Zusammenhänge
3) Sehen Sie sich einen Markt und seine Eigenarten an, bevor Sie einsteigen. Klingt einfach. Aber Sie glauben nicht, wie viele Anleger dagegen verstoßen. Viele Leute sehen sich nur den kleinen Teil einer einzigen Nachricht an, aber nicht, was es mit einer Aktie oder einem Rohstoff überhaupt auf sich hat. Einige Fragen sind:
Wie hoch ist das tägliche Handelsvolumen? Kann ich leicht ein- und wieder aussteigen?
Wie groß ist die tägliche Kursspanne? Ist das Instrument sehr volatil oder sind die Kursschwankungen weniger stark?
Welche gleitenden Durchschnitte gibt es? Anders ausgedrückt, welchen Durchschnitten folgt das Instrument in Aufwärts- und Abwärtstrends?
Tom hat beispielsweise herausgefunden, dass bei Gold der 65tägige gleitende Durchschnitt sehr wichtig ist. Deshalb hat er bei Gold auch einen längeren Zeithorizont, wenn er eine Tradingposition eingeht. Er fand diesen Zusammenhang nur deshalb, weil er den konkreten Markt über mehrere Jahre beobachtete. Sie finden in dem Buch auch wertvolle Ratschläge dazu, was Sie bei Fonds beachten müssen oder bei längerfristigen Spekulationen mit Aktien, Gold, Öl und weiteren Assets.
Mit dem Buch können Sie die Gedankengänge eines erfolgreichen Traders nachvollziehen. Obwohl es sich meist auf das Daytrading konzentriert, empfehle ich es allen Tradern und Investoren.
Gutes Trading,
D. R. Barton
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Andreas Engelhardt (11.07. 2010 12:41 Uhr):
Sehr geehrter Herr Barton, gibt es das von Ihnen beschriebene Buch auch auf Deutsch? Danke für Ihre Info und sonnige Grüße aus Dresden Andreas Engelhardt
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