Drei Schritte zur Vermeidung von "schlechten" Investments
Dr. Mark Skousen (aus dem Amerikanischen Alexander Hahn) in Investoren Wissen
vom 6. Januar 2009, 16:00 Uhr
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Liebe Leser,
heute werde ich Ihnen zeigen, wie Sie dafür sorgen, dass Ihre hart verdienten Gewinne nicht durch einen skrupellosen Broker oder Vermögensverwalter veruntreut werden.
Traurigerweise haben eine ganze Anzahl wohlhabender Anleger alles verloren und sind nun mittelos, da sie ihr gesamtes Vermögen vom Wall Street Veteran Bernard Madoff verwalten ließen. Er wird beschuldigt, 50 Milliarden US Dollar verloren zu haben.
Dieses Schneeballsystem zeigt uns, dass es eine Reihe wichtiger Lektionen zu lernen gibt: Indem Sie ein paar einfache, vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen unternehmen, können Sie vermeiden, durch Betrüger um Ihren Besitz gebracht zu werden.
Zunächst einmal können Sie sich nicht auf die amerikanische Bundesregierung verlassen, besonders die amerikanische Wertpapieraufsicht SEC, wenn es darum geht, Ihr hart verdientes Geld zu beschützen. Die Bundesbehörden sind wie die Polizei: Sie sind besser darin, Kriminelle zu überführen als Verbrechen zu verhindern.
In der Tat gibt es einen fundamentalen Grund dafür, warum die SEC die meisten Betrugsfälle nicht entdeckt: Die SEC steckt oft unter einer Decke mit den Investmenthäusern. George Stiegler, seines Zeichens Wirtschaftsprofessor an der University of Chicago und lange Zeit ein Kollege Milton Friedmans, zeigte dies bereits vor vielen Jahren auf. Mit der Zeit werden Aufsichtsbehörden von den Firmen, die sie regulieren sollen, korrumpiert.
Es überrascht daher kaum, dass viele Ex-SEC Angestellte von Brokern eingestellt werden, um die SEC im Zaun zu halten, was anscheinend auch bei Madoff Investments geschehen ist. Ein Team von SEC Rechtsanwälten durchforstete Madoffs Firma vor ein paar Jahren und fand dabei nichts ungewöhnliches.
Zweitens ist der Madoff-Fall derart groß und schmerzhaft für viele Investoren (von Steven Spielberg bis hin zu kleineren jüdischen Stiftungen), dass der demokratisch kontrollierte Kongress einen weiteren, gewichtigen Grund haben wird, eine neue Dosis an Vorschriften und Regulierung der Wall Street aufzuzwingen. Sarbanes-Oxley wird hiergegen wie ein kleines Pflaster aussehen, verglichen mit dem, was von der Pennsylvania Avenue kommen wird.
Natürlich können Investoren sich im Rückblick nur selbst die Schuld dafür geben, wenn sie alles durch Madoff verloren haben. Sicherlich hatte Bernie Madoff ein einwandfreies Zeugnis an der Wall Street. Wenn man nicht einem früheren Vorsitzenden (und Gründer) der NASDAQ vertrauen kann, wem dann?
Doch es gab viele Warnhinweise:
- Die Weigerung vieler Verkäufer offenzulegen, wie Madoff sein Geld verdiente: Den Kunden wurde immer wieder gesagt, dass Madoffs Optionsstrategie auf Indexfonds zu kompliziert zum Erklären sei. Intelligente Investoren meiden gemanagte Vermögensdienstleistungen, die sie nicht verstehen.
- Die Depots verdienten zu beständig ihr Geld. Madoffs betreute Depots wiesen beständige Ergebnisse von 10%-12% auf, Jahr für Jahr, während Bullen und während Bärenmärkten. Madoffs Verkäufer behaupteten, dass Madoffs Fonds "niemals" Geld verlieren würden - eine solche Garantie ist bei gemanagten Vermögensdienstleistungen nicht möglich.
- Madoffs Depots hatten keinen separaten Vermögensverwahrer und keinen unabhängigen Buchprüfer von außerhalb (außer einer kleinen 3-Mann Buchhaltungsfirma).
Wie können Sie Finanzbetrug vermeiden? Es gibt drei einfache Regeln:
- Verwalten Sie Ihr eigenes Geld so weit wie möglich mittels großen, renommierten Discount-Brokern, welche durch die Bundeseinlagensicherung abgesichert sind.
- Wenn Sie immernoch in Versuchung sind, Ihr Geld jemand anderem zur Verwaltung zu übergeben, dann lege ich Ihnen sehr nahe, diesen Betrag auf mehrere, gemanagte Depots zu verteilen. Dadurch wird sichergestellt, dass kein Konto derart groß ist, dass Sie mittellos darstehen, falls es zu einem Betrugsfall käme. Verwaltete Depots sollten auch öffentlich gehandelte Investmentfonds und ETFs enthalten, deren Wertentwicklung Sie jeden Tag verfolgen können.
- Und am allerwichtigsten ist es, dass Sie sicherstellen, dass alle verwalteten Depots separate Vermögensverwahrer und unabhängige, externe Buchprüfer haben, um Ihre Depots zu überprüfen.
Gutes Investieren!
AEIOU,
Mark Skousen