Drei Mal "so soll es sein"

in Traders Daily
vom


von Michael Vaupel

*** Und die „H-Aktien“ laufen in der Tat! (Siehe Trader´s Daily vom letzten Freitag.)

Hoffentlich haben Sie meinen Rat befolgt und sind dabei….der Index der H-Aktien schießt heute weiter nach oben (+811 Punkte, auf 13.989).


Und der gehebelte Schein auf den H-Aktien Index, welchen ich letzten Mittwoch den zahlenden Abonnenten meines Börsendienstes Derivate Strategie empfohlen habe, steht jetzt bereits 20% im Plus. So soll es sein!

*** Ebenfalls „so soll es sein“:

Gerade habe ich im Monatsbericht des deutschen Finanzministeriums diese erfreuliche Kombination von Worten gelesen:

„Der Bundeshaushalt hat sich im 1. Halbjahr günstig entwickelt. Die Einnahmen stiegen um 14,4 %, wobei sich besonders die Steuereinnahmen sehr positiv entwickelt haben. Der ursprünglich vorgesehene Ausgabenanstieg wurde erfreulicherweise unterschritten. So zeichnet sich bereits jetzt deutlich ab, dass die für dieses Jahr veranschlagte Nettokreditaufnahme in Höhe von 19,6 Mrd. € nicht vollständig in Anspruch genommen werden muss. Dieser Trend setzt sich auch bei der Betrachtung des aktuellen Ergebnisses bis einschließlich Juli fort.“

Es ist also möglich und greifbar: Ein Haushalt, der ohne neue Schulden auskommt.

Und: Das kann ohne Ausgabenkürzungen erreicht werden. Denn wer möchte schon bei Schulen und Polizei sparen? Zum Glück geht es viel einfacher: Da die Einnahmen deutlich steigen, würde es einfach ausreichen, die Ausgaben ein oder zwei Jahre lang nicht steigen zu lassen (oder zumindest nur so stark wie die Inflationsrate.) Das sollte doch machbar sein!

Wenn nur der deutsche Finanzminister Peer Steinbrück weiterhin hart in der Abwehr von Ausgabenwünschen bleibt. Ich drücke ihm die Daumen.

Übrigens nervt mich der Tenor einiger Medien, „trotz der sprudelnden Steuereinnahmen werden die Steuern nicht gesenkt“, bzw. die Ausgaben erhöht.

Das ist ein falscher Ansatz; denn staatliche Finanzpolitik sollte antizyklisch sein!

Gerade wenn es gut läuft (wie Gott sei Dank derzeit einmal) dann sollten nach Möglichkeit sogar einige Altschulden getilgt werden. Damit dann, im nächsten Abschwung, auch guten Gewissens einmal Infrastrukturmaßnahmen mit Schulden finanziert werden können.

Also: Bitte, Peer Steinbrück, hart bleiben und Ausgabenwünsche abblocken. Das Gleiche gilt für die Länder-Finanzminister. Der Trick ist: Angesichts steigender Einnahmen den Ausgabenzuwachs für zwei Jahre auf Null bzw. maximal Inflationsrate begrenzen.

*** Und ein drittes „so soll es sein“:

Die Heide blüht wieder.

Genauer gesagt: Die Lüneburger Heide.

Ich habe mich am Wochenende selber davon überzeugt, und diese einzigartige Landschaft rund um so wohlklingende Ortsbezeichnungen wie „Wilseder Berg“ (169 Meter über dem Meeresspiegel) und „Totengrund“ genießen dürfen.

(Eigentlich hatte ich für diesen Sommer Folgendes geplant: Da ein längerer "richtiger" Urlaub für mich ausgeschlossen ist, wollte ich einen unserer US-Korrespondenten zu „Trader´s Daily on tour“ einladen. Mein Plan war es, ca. zwei Wochen mit dem Amerikaner durch Mitteleuropa zu fahren, und ihm unser altes Europa zu zeigen. Auf dieser Tour hätte ich gerne Trader´s Daily-Leser besucht, und über die Erlebnisse hier im Trader´s Daily berichtet.)

(Doch Pustekuchen: Der Sponsor für das von mir anvisierte Wohnmobil - um völlig flexibel sein zu können - sprang ab, und auch „mein Fass hat Grenzen“…sprich: wurde mir doch etwas viel, alles inkl. Einladung des Kollegen selbst zu finanzieren. Also nichts mit Trader´s Daily on tour. Stattdessen…)

…Wochenend-Ausflüge an mir interessant erscheinende Orte im deutschen Sprachgebiet.

Wie eben in die Lüneburger Heide, oder an die Ahr, zum Atombunker der Bundesregierung, oder nach Siegburg zur Faust-Aufführung.

Und was soll ich sagen: Im August, wenn die Heide blüht, gehört eine Wanderung durch die Lüneburger Heide ab sofort zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche!

Ihr

Michael Vaupel

von
Michael Vaupel
Michael Vaupel

Michael Vaupel ist einer der führenden Rohstoff- und Derivate-Experten. Bereits während seiner Studienzeit hat er als Finanzjournalist und Analyst gearbeitet.

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