Dow Jones: Widerstand bei 11.300 Punkten
J. Christoph Amberger in Baltimore in Traders Daily
vom 21. Januar 2005 12:00 Uhr
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Laut dem langfristigen Wirtschaftszyklus sollte das Jahr 2005 das Signal für den Start der nächsten großen Boom-Phase am Aktienmarkt sein.
Harry Dent, Prophet des nächsten großen Booms, schreibt:
"Der Dow Jones hat bei 11.300 Punkten einen sehr starken Widerstand. Dennoch ist das wahrscheinlichste Szenario, dass der Dow Jones im Januar bis auf ca. 11.300 steigen, aber dann korrigieren wird, für mindestens einen Monat, bis Ende Februar."
Wenn man bedenkt, dass Dent das Tief im letzten Quartal und den folgenden Aufwärtstrend richtig vorausgesagt hat, dann bin ich versucht, daran zu zweifeln, wo die fehlenden Punkte bis zu diesem Kursziel herkommen sollen. Schließlich sieht es so aus, als ob sich die US-Wirtschaft in erheblich besserem Zustand befände, als es die bearishe Presse uns in den letzten neun Monaten Glauben machen wollte.
(Wie Sie es vielleicht erwartet haben, werde ich Adam Lass und sein Team vom WaveStrength diese Zahlen mal prüfen lassen.)
*** Laut der britischen Tageszeitung "The Scotsman" prognostiziert eine aktuelle CIA-Studie ein mögliches Auseinanderbrechen der Europäischen Union innerhalb der nächsten 15 Jahre. Der Bericht stellt fest:
"Das aktuelle Wohlfahrtssystem der EU ist nicht haltbar, und das Fehlen einer wirtschaftlichen Wiederbelebung könnte zu einer Aufsplittung oder schlimmstenfalls zu einer Disintegration der EU führen, was ihre Ambitionen, eine gewichtige internationale Rolle zu spielen, unterminieren würde."
Das Wirtschaftswachstum der EU wird durch die deutschen restriktiven Arbeitsmarktgesetze und den inhärenten Korporativismus, der (obwohl politisch "konservativ", innerhalb des simplen rechts-links Weltbilds der 1970er) genährt wurde und expandierte, um den Wettbewerb des freien Marktes zu eliminieren.
Der Grund für den Rückgang sind demografische Faktoren, und eine durchdringende Wohlfahrtsstaat-Mentalität, die ernsthafte Reformen behindert.
Da Deutschland allerdings der historisch gesehen größte Netto-Zahler der EU ist, wird jeder weitere wirtschaftliche Rückgang Deutschlands sich im Haushalt der EU widerspiegeln, und auch in der fiskalischen Großzügigkeit der EU gegenüber den neuen Mitgliedsstaaten, ... was die Vorteile einer Vollmitgliedschaft verringern wird.
Laut der CIA-Studie wird sich der nächste Technologie-Boom um das Aufkommen von "Nano-, Bio-, Informations- und Material-Technologie" zentrieren. China und Indien werden in diesen Bereichen die Trendsetter sein, und Europa wird nach hinten fallen.
2020 wird das BIP von China das aller westlichen Volkswirtschaften mit Ausnahme der USA übertreffen, während das BIP von Indien die europäischen Volkswirtschaften überholt haben wird. Brasilien könnte im selben Jahr die größten europäischen Länder überholen.
Mit herzlichem Gruß
Ihr
J. Christoph Amberger, Executive Publisher, The Taipan Group