Dow Jones vs. EUR/USD
Robert Schröder in Wave Daily
vom 22. Februar 2010, 13:00 Uhr
ENL5462
Sie wissen, ich bin kein großer Fan von Korrelationen. Korrelationen verschwinden genau so schnell wie sie aufgetreten sind oder sie zeigen sich nicht auf allen Zeitebenen. Bestes Beispiel dafür: "Dax vs. EUR/USD".
Mitte Januar hatte ich dazu noch geschrieben: "Dax vs. EUR/USD - Korrelation aufgehoben".
Grund dafür war der Euro, der in die Tief rauschte, während der Dax neue Hochs über 6.000 Punkte erreicht. Jetzt nachdem aber auch der Dax deutlich unter die Räder gekommen ist, wird es Zeit sich die EUR/USD Korrelation noch einmal genau anzusehen. Heute am Beispiel des Dow Jones. Folgendes Chart zeigt den Verlauf von EUR/USD und Dow Jones von Anfang August 2009 bis zum 19.02.2010.
EUR/USD fand das Hoch Anfang Dezember. Ab dort fiel das Währungspaar deutlich und impulsiv bis vor wenigen Tagen unter 1,35 zurück. Der Dow Jones schaffte trotz Euro-Schwäche bis Mitte Januar jedoch noch ein neues Hoch. Beide Hochs habe ich mit einem organgen Kreis gekennzeichnet.
Die erste Verkaufswelle bei EUR/USD und Dow Jones habe ich mit einem grünen Kreis markiert. EUR/USD korrigierte ab dort auf knapp1,46 (blauer Kreis). Bei Dow Jones läuft diese Gegenbewegung jetzt erst mit über zweimonatiger Verzögerung! Das aktuelle Niveau stellt entsprechend zu EUR/USD den blauen Kreis bei 10.400 Punkten dar.
Lange Rede, kurzer Sinn: Ich vermute jetzt eine zeitversetzte Korrelation zwischen Dow Jones und EUR/USD. Der braune Kreis bei EUR/USD stellt ein weiteres markantes Tief dar. Dieses Tief hat der Dow Jones allerdings bisher nicht mitgemacht. Entsprechend zeitversetzten Verläufe beider Märkte, dürfte es hier (beim DJIA und an den Aktienmärkten) aber bald wieder ordentlich zur Sache gehen. Glaubt man der zeitversetzten Korrelation zwischen EUR/USD und DJIA, notiert der US-Leitindex bald deutlich unter 10.000 Punkten bei ungefähr 9.400 Punkten.
Börsenspruch des Tages:
"Wenn die Effekten auf und ab schwingen, ist das auf atmosphärische Störungen der Sonne und des Mondes zurückzuführen."
Honoré de Balzac
Viele Grüße
Ihr Robert Schröder
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