Dow Jones: Aufwärts, abwärts oder noch schlimmer?
Tom Firley in Investors Daily Update
vom 2. Februar 2009, 10:30 Uhr
Liebe Leser,
da fangen wir die neue Woche doch gleich einmal mit einer Floskel an: Grundsätzlich ist alles möglich, auch das Gegenteil.
Da sagt doch gleich der Optimist: „Ja, ok, gut. Der Dow Jones kann noch mal unter die 8.000 fallen. Aber bei 7.000 muss Schluss sein und dann gehts auf nach Norden (im Kurs; also nach oben)."
Der Pessimist meint: „Da die meisten Börsianer nicht wissen, was sie tun, kann der Dow Jones nochmal in einer Bärenmarkt-Rally die 9.000 sehen. Dann geht's bergab und zwar heftig".
Tom Firley meint: „Schauen wir uns den langfristigen Chart an."
Dow Jones langfristig seit 1950
Sie sehen recht deutlich: Einerseits erlebte der amerikanische Leitindex von 1950 bis Ende der 60er eine schöne Rally (ganz links im Chart).
Seitwärts
Andererseits erkennen wir anhand des schwarzen Rechtecks, dass sich der Dow Jones eine sehr lange Zeit seitwärts bewegte - und zwar von 1959 bis 1983(!). Natürlich ist es Ansichtssache, eine Bewegung zwischen 560 und 1046 Punkten als Seitwärtsphase zu bezeichnen. Das sind immerhin fast 87%.
Wenn diese Bewegung allerdings 24 Jahre gedauert und ein Buy-and-Hold-Anleger auf diese Weise eine durchschnittliche Jahresrendite von mageren 2,6% erzielt hat, dann würde ich diese Phase zumindest als „eher langweilig" bezeichnen. Zumindest für den Buy-and-Holder.
Wie Sie aber anhand der Auf-und Abwärts-Bewegungen im schwarzen Rechteck erkennen, wäre für den Trader einiges zu holen gewesen. Dementsprechend:
Ob Sie nun Pessimist oder Optimist sind, ist für Ihren Börsenerfolg unerheblich. Was Sie aus Ihrer Einstellung machen, wie Sie traden, spekulieren, investieren - das ist entscheidend!
Oh Gott, neben einer Floskel jetzt auch noch weise Worte... Heute Abend im Investors Daily zeige ich Ihnen noch etwas genauer, was ich damit meine und warum eine durchschnittliche Jahresrendite von 14% auf lange Sicht gigantisch ist.
Viel Erfolg an der Börse
Ihr
Tom Firley
