Double-Diagonal-Spreads Repetitorium IV
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Derivate & Hebelprodukte
vom 2. Februar 2012, 20:45 Uhr
ENL5454
Und weiter geht's mit den Double-Diagonal-Spreads! Sie mögen sich erinnern: in der letzten Ausgabe am vergangenen Donnerstag haben wir uns mit den Gewinnszenarien beim Double-Diagonal-Spread beschäftigt, die eintreten, wenn der Aktienkurs, bei Verfall der kurzen Optionen bei einem der beiden Strike-Preise der kurzen Optionen notiert. Und auch ein Kurs zwischen den beiden Strike-Preisen führt im übrigen zum Gewinn.
Heute wollen wir uns nun damit beschäftigen, was passiert, wenn der Aktienkurs bei Verfall der kurzen Optionen unter dem niedrigeren Strike-Preis der kurzen Optionen notiert.
Zunächst unser Beispiel:
Verkauf 49er Februar-Call auf Aktie X (Restlaufzeit 30 Tage)
20er Lot (1 Option repräsentiert 100 Aktien)
implizite Volatilität: 20%; Prämie: 751,07 Euro
Kauf 51er März-Call auf Aktie X (Restlaufzeit 60 Tage)
20er Lot (1 Option repräsentiert 100 Aktien)
implizite Volatilität: 19%; Prämie: 559,29 Euro
Verkauf 45er Februar-Put auf Aktie X (Restlaufzeit 30 Tage)
20er Lot (1 Option repräsentiert 100 Aktien)
implizite Volatilität: 24%; Prämie: 1.012,68 Euro
Kauf 43er März-Put auf Aktie X (Restlaufzeit 60 Tage)
20er Lot (1 Option repräsentiert 100 Aktien)
implizite Volatilität: 25%; Prämie: 952,83 Euro
Aktie X notiert bei 47 Euro
| Delta | -0,26 |
| Gamma | -2,23 |
| Theta | 0,28 |
| Vega | 0,19 |
Nun sind 30 Tage vergangen....
Aktie X notiert bei 44 Euro (alle übrigen Faktoren, insbes. IV, bleiben unverändert)
Was passiert nun?
Nun, der 51er März-Call weist nun noch einen Wert von 5,29 Euro auf.
Der 43er März-Put weist dagegen einen Wert von 1.613,88 Euro auf.
Doch bei einem Aktienkurs von 44 Euro, wird der 45er Februar-Put ausgeübt. Das heißt, unser Trader muss 2.000 Aktien zu 45 Euro abnehmen. (Der 49er Februar-Call verfällt wertlos.)
Löst der Trader nun seine Gesamtposition auf, dann muss er 2.000 Aktien, die er zu 45 Euro gekauft hat, zu 44 Euro verkaufen. Verlust: 2.000 Euro! Dagegen nimmt unser Trader allerdings (1.613,88 Euro + 5,29 Euro) 1.619,17 Euro durch den Verkauf der März-Optionen ein. Hinzu kommt die Netto-Prämieneinnahme in Höhe von 251,63 Euro.
Hier würde unser Trader also einen Verlust von 129,20 Euro verbuchen!
Stattdessen könnte unser Trader allerdings auch auf den Verkauf seiner Long-Stock-Position verzichten, falls er auf einen erneuten Aktienkursanstieg setzt. Doch mit den Möglichkeiten, welche dem Trader nach Ausübungsdatum/Verfall der kurzen Optionen bleiben, wollen wir uns im Folgenden noch ausführlich und gesondert beschäftigen.
So long liebe Leser..damit verabschiede ich mich für heute...in der nächsten Ausgabe wollen wir uns dann ansehen, was passiert, wenn der Aktienkurs bei Verfall der kurzen Optionen über dem oberen Strike-Preis der kurzen Optionen notiert...liebe Grüße und bis morgen...
Ihre Miriam Kraus
Zum ersten Teil von: Wesentliche Merkmale von Optionen III
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von GerdVerzelletti (02.02. 2012 22:26 Uhr):
Optionen Profi: Verlust im 2.Halbjahr 3000E, US Options Trader: Verlust im 2.Halbjahr 4000E. Soviel zu den sogenannten Experten. Eine detaillierteAufstellung der trades kann ich Ihnen zustellen, wenn Sie interssiert sind Mit freundlichen Grüßen Gerd Verzelletti.
Antworten