Dollar-Rally? "Non, pas de tout!"
Investors Daily
vom 30. Mai 2005 18:00 Uhr
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*** Das arme Simbabwe. Der Simbabwe-Dollar ist auf dem Schwarzmarkt auf 25.000 für einen US-Dollar gefallen. Die Lebensmittel sind aus den Läden verschwunden. Die einzige Möglichkeit noch was zu essen zu kaufen besteht darin, sich an die Straßenhändler zu wenden – die zu Schwarzmarktpreisen verkaufen. Und jetzt hat die Regierung angefangen, sie zu verhaften.
Simbabwe zeigt, warum Imperien so schön sind. Das Land hatte es deutlich besser, als es noch nach dem englischen Kolonialisten Cecil Rhodes benannt war, der die Kolonie gegründet hatte und Rhodesien noch zum englischen Imperium gehörte. Jetzt ist es unabhängig und es erduldet die schrecklichen Unabhängigkeitsverletzungen wie eine Kriegswunde.
*** Hinter der Dollar-Rally steckt weniger, als man zuerst meint", schreibt Dan Denning. "Man könne eine schlechte Währung nicht unten halten, lassen die Dollar Bullen einen glauben. Nachdem sie seit Anfang 2005 eine 8-Prozent-Rally gegenüber dem Euro abgewickelt haben und auf einen neuen Höchstwert der letzten sieben Monate zusteuern, glauben die globalen Währungstrader, dass der Dollar zurück sei?"
"Nicht ganz."
"Gestern gingen die Franzosen an die Urnen, um über die europäische Verfassung zu entscheiden. Drei Tage später folgen die Holländer. Und Anfang der letzten Woche hat Gerhard Schröders Partei die Wahlen in Nordrheinwestfalen verloren. Politische Rückschläge für die Hauptbefürworter der Europäischen Union (Schröder und der französische Präsident Chirac) sind quasi auch Rückschläge für den Euro als rivalisierende Weltreservewährung gegenüber dem Dollar."
"Und darüber hinaus hat auch der Euro Regierungen hinter sich stehen, die zu viel ausgeben. Er ist dadurch im Grunde auch nicht gesünder als der Dollar. Tatsächlich gibt es einige üble Dinge, die man zum Euro sagen könnte. Eines davon ist 'non!' Aber selbst wenn die Märkte nur einigermaßen effizient sind, sind schon viele der schlechten Nachrichten in den Euro eingerechnet. Wie viel höher kann der Dollar noch steigen, nur weil er nicht der Euro ist?"
Nicht viel, sagt Dan. Er merkt dazu an, dass die ausländischen Zentralbanken – sogar Japan und China – ihre Schatzanleihen zurückfahren. Die amerikanischen Defizite werden zunehmend aus Hedgefonds finanziert, die kein langfristiges Interesse an der Stärke des Dollars oder am Handelsgleichgewicht zwischen Amerika und Asien haben. Sie werden den Dollar blitzschnell fallen lassen ... sobald sich ihre Trades gegen sie wenden.
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