...doch ein Ende der Kupfer-Rallye ist in Sicht!
Miriam Kraus in Rohstoff Daily zum Thema Kupfer als Geldanlage
vom 24. Juli 2009, 20:00 Uhr
ENL5454
Rohstoffe Wochenrückblick: Agrarrohstoffe und Ausblick
Soft Commodities
Die USDA bescherte Mais und Sojabohnen (Weizen bewegte sich in Korrelation dazu) zum Ende der Woche einen deutlichen, zwischenzeitlichen Preishüpfer, nachdem bekannt gegeben wurde, dass eine erneute Anbauflächen-Schätzung auf dem Plan steht.
In ihrer letzten Schätzung vom 30.Juni hatte die USDA einen Anstieg der Maisanbaufläche um 1,2% prognostiziert. Doch aufgrund widriger Aussaatbedingungen (kaltes, nasses Wetter), geht der Markt nun davon aus, dass die neuesten Farmer-Befragungen durch die USDA bis Ende August, zu einer rückläufigen Anbauflächen-Schätzung, sowohl für Mais als auch für Sojabohnen, führen werden.
Mais und Sojabohnen erhielten zusätzliche Unterstützung durch Spekulationen, dass deutlich niedriger Juli-Temperaturen als normal in den Anbaugebieten, die Erträge schmälern könnten.
Mais zur Lieferung im Dezember stieg von 3,16 US-Dollar am Mittwoch bis auf 3,38 US-Dollar am Donnerstag und notiert aktuell bei 3,27 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Sojabohnen zur Lieferung im November stiegen von unter 9 USD am Dienstag auf 9,35 US-Dollar am Donnerstag und notieren aktuell bei 9,14 US-Dollar pro Scheffel an der CBOT.
Ausblick
Wie gesagt, halte ich den starken Anstieg der Erdölpreise fundamental im Moment nicht für gerechtfertigt. Doch so lange die Quartalsberichtssaison die Aktienmärkte massiv unterstützt, finden auch die Rohölpreise kurzfristig ihre Unterstützungsfaktoren.
Der starke Einfluss der US-Währung auf den Goldpreis dürfte zunächst weiterhin bestimmend sein. Zudem ist, aufgrund des wachsenden Einflusses der Spekulanten bei Stagnation bzw. Abflüssen aus den ETFs (und damit schwindenden Einflusses der Investoren), mit zeitweilig höheren Volatilitäten zu rechnen.
Nach wie vor gehe ich davon aus, dass auch die Rallye in den Industriemetallen, welche nach wie vor mehr durch Erwartungen und Stimmungen getrieben ist, als einen tatsächlichen Verbrauchsanstieg, ein baldiges Ende finden wird. Dies gilt insbesondere für Kupfer, welches in diesem Jahr dank der hohen chinesischen Importe, bereits um über 81% zugelegt hat. Doch diese massiven Importe Chinas bedeuten keinen vergleichbaren Verbrauchsanstieg, sondern vor allem einen wachsenden Lagerbestandsaufbau, wodurch die Gefahr wächst, dass diese Bestände wieder abgebaut werden und die Überschüsse schließlich auf dem Weltmarkt wieder zurückverkauft werden.
Mais und Sojabohnen dürften im Angesicht der Erwartungen für die kommende USDA-Prognose zumindest keine weiteren starken Preisrückgänge verbuchen. Dennoch gilt es in erster Linie die Prognose abzuwarten und auch weitere Einflussfaktoren nicht außer Acht zu lassen: bei Mais beispielsweise die Ethanolnachfrage.
So long liebe Leser...das war es wieder einmal für diese Woche...ich wünsche Ihnen noch ein angenehmes und hoffentlich sommerliches Wochenende und bis zum nächsten Montag, wenn wir uns wiederlesen....
Ihre Miriam Kraus
Belehrung:
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