DJ-AIG-Commodity: Korrektur voraus
Andreas Wolf in DAX Daily
vom 17. Juli 2008, 08:00 Uhr
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Liebe DaxDaily Leser,
in dem Reigen eines hohen Ölpreises und steigender Inflation rückte in den vergangenen Wochen so ziemlich jede Rohstoffpreissteigerung, sei es bei Aluminium oder bei Milch, in den Blickpunkt der Anleger. Die verstärkte Berichterstattung der Medien über die zum Teil starken Preiserhöhungen bei einzelnen Lebensmitteln, aber auch bei Gas und Heizöl, haben die Bevölkerung noch mehr für dieses Thema sensibilisert. Seitdem wird wieder viel über Einschränkungen und Sparmöglichkeiten diskutiert. Das sich auf dieser Grundlage das Tempo der Preiserhöhungen von Roh- und Grundstoffen fortsetzen würde, war schon mit einem Blick auf die entsprechenden Aktien anzuzweifeln. Das sich die beginnende Zurückhaltung der Verbraucher nicht nur in sinkenden Wachstumsraten, sondern auch bald in den Aufwärtstrends der Rohstoff-Indizes niederschlagen wird, ist deshalb so gut wie sicher.
Der Dow Jones-AIG-Commodity-Index wird seit 1998 veröffentlicht und ist der jüngste der großen Indizes zum Rohstoffmarkt. Im Gegensatz zu anderen Rohstoff-Barometern, gewichtet der Index die einzelnen Rohstoffe nach ihrer weltwirtschaftlichen Bedeutung. Als Gradmesser für die Gewichtung gelten die Handelsumsätze und die weltweiten Produktionsvolumina. Aktuell sind 19 Rohstoffe im Index enthalten, wobei die höchste Gewichtung pro Rohstoff bei 15 Prozent und der niedrigste Anteil bei zwei Prozent liegen. Bei den Rohstoffen handelt es sich um Aluminium, Baumwolle, Benzin, Erdgas, Gold, Heizöl, Kaffee, Kupfer, Lebende Rinder, Magere Schweine, Mais, Nickel, Rohöl, Silber, Sojabohnen, Sojaöl, Weizen, Zink und Zucker.
Seit August des vergangenen Jahres befindet sich der DJ-AIG-Commodity in einem intakten Aufwärtstrend, der zu Kursgewinnen von knapp 50 Prozent geführt hat. Zu Beginn des Julis setzte ein Kursrückgang ein, der Kursverluste von rund 10 Prozent verursachte. Währen der kurzfristige Aufwärtstrend bisher noch stand hielt, wurde der 38-Tage-Durchschnitt nach unten durchbrochen. MACD und Coppock-Indikator indizieren, dass auch der seit August gültige Aufwärtstrend bald einem Bestandstest unterzogen wird. Weitere Kursverluste von 10 Prozent sind demnach kurzfristig einzukalkulieren.