Dividendenaktien als Stabilisatoren im Crash
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 21. Januar 2008 17:00 Uhr
ENL5454
Lieber Leser,
ein Händler hat es heute treffend formuliert: „Was soll man dazu noch sagen?“ Am Markt herrscht Panik. Crash! Anleger und Investoren schmeißen heute fast alles so gut wie unlimitiert aus den Depots. Der DAX verliert knapp sieben Prozent. Die Nebenwerte in MDAX und SDAX sind jeweils mit minus rund sechs Prozent hinten. Techwerte werden völlig zusammengefaltet und geben im TecDAX 8,4 Prozent ab.
Was ich befürchte: Das Kursdebakel am Aktienmarkt werden wir schon bald bei einer anderen Asset-Klasse erleben: Den Rohstoffen. Der Boom in diesem Sektor war in den letzten Jahren zwar sicher auch von der starken globalen Konjunktur getrieben. Aber das Sahnehäubchen obendrauf, vielleicht sogar der Auslöser für die Hausse im Rohstoffbereich war die üppige Liquiditätsversorgung der Spekulanten.
Wenn bei Öl Experten zu Folge etwa 20 bis 30 Prozent des Barrel-Preises Folge von Spekulation ist – da ist was faul an den Märkten! Bei vielen anderen Rohstoffen und Commodoties wird es ähnlich aussehen.
Warten Sie einmal ab wenn die Kapitalsammelstellen, die Hedge Fonds, die Vermögensverwalter und diverse andere Profis, die zugeflossenen Gelder an die Eigentümer zurückzahlen müssen. Das wird ein Heulen und Zähneklappern geben.
Ich hoffe nicht, aber ich sehe die Gefahr: Als nächstes droht ein Crash bei Rohstoffen. Schwächere Konjunktur rund um den Globus wird ihr übriges dazutun.
Was sollen Sie als Anleger machen? Im Nebenwerte Daily habe ich Sie immer wieder auf die grundlegenden Dinge des Aktienkaufs hingewiesen: Bewertung, Bewertung, Bewertung.
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