Diversifikation? Ja oder nein? Wie breit?

Alexander Hahn in Value Daily zum Thema Value Analyse
vom


 

leider kam es am letzten Freitag erneut zu einer technischen Versendepanne. Ursprünglich hatte ich Ihnen drei Artikel in den Newsletter gesetzt, doch es wurden aus mir nicht bekannten Gründen (der Verlag überprüft dies gerade) nur zwei Artikel verschickt. Damit war die letzte Newsletterausgabe unvollständig und der wichtigste Artikel wurde Ihnen unglücklicherweise vorenthalten.


Sie finden die vollständige Ausgabe (inkl. des wichtigsten Artikels) hier:

http://www.investor-verlag.de/newsletter_archiv/vd/

Was Ihnen vorenthalten wurde, ist der Artikel "Chancen und Risiken einer Assetklasse". Dieser ist wichtig, denn hierauf baut die heutige Ausgabe auf. Die in dem Artikel gestellte Rendite-Aufgabe werde ich natürlich dann erst am Mittwoch auflösen.

Nun aber zu den angenehmeren Dingen:

Ich hoffe, Sie hatten ein erholsames und sonniges Wochenende.

Letzte Woche schrieb ich Ihnen über das Chancen- und Risikoprofil einer Anlageklasse und veranschaulichte dies etwas am Beispiel von Aktien.

Das Prinzip, das ich Ihnen dargestellt hatte, lässt sich jedoch auf alle Assetklassen übertragen. Voraussetzung dafür ist natürlich in jedem Fall, dass Sie keine wichtigen Punkte übersehen, die "Mechanik" (d.h. grob vereinfacht gesagt: Was bringt die Anlageklasse zum Steigen, was zum Fallen?) einer Anlageklasse verstehen und ergebnisoffen an jede Ihrer Analysen gehen und ständig Ihre eigenen Ergebnisse hinterfragen.

Das alles hört sich an dieser Stelle vielleicht etwas allgemein an, aber wir werden an den Märkten noch genug Möglichkeiten erleben, an denen sich diese Punkte hier im Daily veranschaulichen lassen.

Doch zurück zum Top-Down-Investmentansatz, über den ich bereits seit einigen Ausgaben schreibe. Wir waren bisher auf dem Assetklassen-Level.

Nach Auswertung der einzelnen Assetklassen nehme ich mir die besten zwei Asssetklassen und beginne dort nach Investments zu suchen (Alternativ könnte man sich z.B. auch auf die beste und die schlechteste Klasse konzentrieren und in der einen long gehen, in der anderen primär short, aber das ist ein etwas komplizierteres Vorgehen...). Dabei konzentriere ich mich meist zu rund 80 bis 85 Prozent auf die beste Klasse und benutze die zweitbeste nur zur leichten Diversifizierung. Und damit wären wir auch schon bei einem sehr wichtigen Stichwort angelegt.

 

Sinnvolle Diversifizierung vs. unsinnige Diversifizierung

Sehr oft wird von Vertretern der Finanzindustrie mit wohlklingenden Begriffen und Worthülsen um sich geworfen. Dazu gehören meist "Diversifizierung", "Beimischung", "Sicherheit", etc. Gerne suggeriert man Ihnen dabei, dass ein breit aufgestelltes Portfolio eine (übertrieben gesagt) unangreifbare Festung darstelle, welche nicht durch die "wütenden Bärenhorden" der Finanzmärkte überrannt werden könne.

Doch die wenigste Diversifizierung ist sinnvoll. Oft sind Portfolios viel zu weit und gedankenlos gestreut und damit wird echter Wertzuwachs meist sogar verhindert. Dabei ist die Angst, etwas zu verpassen bzw. auf das "falsche Pferd" zu setzen, meist der Entscheidungsgeber und nicht ein wohldurchdachter strategischer Plan.

Da ich das Rad an dieser Stelle nicht neu erfinden möchte, erlaube ich mir auf einen älteren Investoren Wissen Artikel von mir aus dem Jahre 2009 zu verweisen. Die darin gemachten Aussagen sind von ihrer Grundrichtung nach wie vor absolut aktuell.

Den besagten Artikel finden Sie unter dem folgenden Link:

Ist Diversifikation sinnvoll?

(Link: http://www.investor-verlag.de/ist-diversifikation-sinnvoll/104029102/ )

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

 

 


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Kommentar von Helmut

Klasse Herr Hahn, super auf den Punkt gebracht. Bitte weiter so!

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