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Henrik Voigt in DAX Daily
vom
den DAX wirbelte gestern Nachmittag das Gerücht durcheinander, dass die EU-Kommission eine neue Gemeinheit plane: Die EU-Kommission wolle ein Gesetz einbringen, welches die Mitgliedsstaaten dazu verpflichtet, auch Banken anderer EU-Länder zu retten". Damit wäre beispielsweise die Stützung der angeschlagenen spanischen Bankia-Bank mit zweistelligen Milliardenbeträgen kein innerspanisches, sondern zukünftig auch ein deutsches Problem. Oder noch deutlicher: Der deutsche Steuerzahler steht dann nicht mehr nur indirekt über Bürgschaften für den spanischen Staat sondern direkt für die Spätfolgen der spanischen Immobilienblase gerade. Fein ausgeheckt. Die Suppe, die sich andere ohne unsere Einflussmöglichkeit eingebrockt haben, dürfen wir dann fröhlich mit auslöffeln. Wohl bekomm`s. Die EU-Kommission versucht damit ein weiteres Mal, nationale Souveränität auszuhebeln. Jede verantwortungsvolle Regierung würde aus diesem Sauhaufen schleunigst austreten.
Die an Weisheit kaum mehr zu übertreffende Idee der Kommission: angeschlagene Banken sollen direkt aus den Mitteln des ESM (Europäischer Schuldenmechanismus, bei mir heißt das Ding so wie es ist) rekapitalisiert werden. Damit auch jeder weiß, wozu das Ding (ESM) gut ist: es ist ein Selbstbedienungstopf der Banken, der mit quasi unbegrenzten Mitteln ausgestattet ist und der keinerlei Kontrolle oder Gerichtsbarkeit unterliegt. Mit der direkten Banken"hilfe" könne eine deutlich zunehmende Staatsverschuldung in Folge von Finanzspritzen an wichtige Finanzinstitute vermieden werden, so die EU-Behörde. Hah! Sind es nicht die Steuerzahler der Mitgliedsstaaten, die den ESM mit Kapital ausstatten müssen? Und zwar in beliebiger Höhe, die der ESM ganz allein festlegen darf?
Auch, ich vergaß, dass der ESM auch selbst eine Bank sein wird und daher direkt frisch gedrucktes Geld von der EZB bekommen kann. So funktioniert der ESM . Dann haben wir wenigstens die Wahl, ob wir zur Stützung der Banken direkt ausgeplündert werden (über Steuerhöhungen) oder lieber durch eine verdeckte Enteignung über eine (Hyper-)Inflation beitragen wollen (wenn die Druckerpresse angeworfen wird).
Es gäbe für den ganzen Quatsch natürlich eine ganz einfache Alternative, die eigentlich in jeder Marktwirtschaft vorgesehen ist: Lasst die ganzen schlecht geführten Banken einfach Pleite gehen. Das ist der Preis für Misswirtschaft. Stützt nur die Einlagen der Privat- und Geschäfts-Kunden, stockt die Einlagensicherungsfonds auf, um Dominoeffekte zu verhindern. Aber das ist den Herren wohl zu einfach. Oder zu unsozialistisch, ich weiß es nicht. Angeschlagene Banken sind aber keine rettungswürdige bedrohte Tierart, die die Welt unbedingt braucht, sondern extrem schlecht geführte Unternehmen, die vom Markt verschwinden müssen. Vielleicht sollte das mal jemand der EU-Kommission beibringen, die offenbar in einer wunderbaren Scheinwelt lebt.
Ich weiß auch nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bekomme langsam Ausschlag, wenn ich nur das Wort EU" höre. Das war früher anders. Mir ist das ganze Gebilde inzwischen zu sehr in Richtung Diktatur, Selbstbedienungsladen, Propaganda, Dilletanz, Verschwendung und Dreistigkeit abgerutscht. Wer so meint, so regieren zu können, der sägt kräftig an dem Ast, auf dem er sitzt.
- Kommentar von MMI
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Antworten- Kommentar von klaus kreutzer
Guten Tag Mir geht es mitlerweile genauso, zum kotz... diese Selbstbedienung. Ich denke da an die Target 2 Salden, die im Bewußtsein der Deutschen einfach nicht angekommen sind. Da wurde die Zukunft Deutschlands verzockt.
Antworten- Kommentar von Frank
DANKE! Ihr Beitrag spricht mir zu 100% aus der Seele. Möge das deutsche Volk endlich aufwachen und sich gegen die Euokratie und ihr größenwahnsinniges und demokratievernichtendes Konstrukt namens ESM auflehnen!
Antworten- Kommentar von Rohleder
Man kann es besser nicht ausdrücken, da ich aus der ehemaligen DDR bin fällt mir dazu nur folgendes ein "Die Kommunisten waren gegen das was hier abläuft ware Sonntagsschüler"
Antworten- Antwort von Gottfried:
Na ja, die Frau Merkel hat ja da gelernt ;-)
- Kommentar von Mühlbauer
Sehr geehrter Hr. Voigt. Ich kann Ihnen nur zustimmen in Bezug auf die EG. Dieser Saftladen gehört aufgelöst bzw. zusammengestrichen. ( Außer hohe Kosten nichts produktives) Leider gibt es keine Partei bei uns, die in ihr Programm die EG.-Probleme anspricht und Änderungen vorschlägt. mfG Walter Mühlbauer
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- Kommentar von harald edmund heuchert
jawohl, sehr schoen,contra geben sie die,die so regieren wollen!! vielen vielen,dank herr voigt. harald
Antworten- Kommentar von Klaus Prinz
Hallo, Herr Voigt, ich liebe Ihre klare, nüchterne Einschätzung der Sachverhalte. Es ist wohltuend gegenüber der Realitätsverweigerung der Politikergilde. Freundliche Grüße! Klaus Prinz
Antworten- Kommentar von Harald Kotas
GROSSARTIG!
Antworten- Kommentar von Hahmann
Hallo Herr Voigt, stimme Ihnen 200% zu.Aber unsere EU-Abgeord. handeln nach dem Grundsatz " Was stört es den Mond wenn ihn ein Steuerzahler-Hund anbellt. Hauptsache die Diäten werden auch bei absolut falschen Entscheidungen nicht gekürzt. Von wem auch ? Da fällt mir sofort der Spruch von der Sau und dem Trog ein. Wir müssen uns einfach fügen zu erkennen, das wir als Bürger keinen Einfluss auf die Entscheidungen der Politiker haben. Amen !!!
Antworten- Kommentar von Dittrich
Sehr geschätzter Herr Voigt, Sie sprechen mir aus der Seele. Mit großem Interesse lese ich Ihre Artikel und bedauere, dass diese wichtigen Informationen nicht eine größere Verbreitung finden, dass diese Ungeheuerlichkeiten der EU nicht in den bundesweit verbreiteten Medien bekannt gemacht werden. Vielleicht würde sich dann doch mal eine größere Masse gegen die etablierten Parteien und diese von Dummheit nicht zu überbietende Regierung demonstrieren. Oder aber die Regierung handelt mit Kalkül und dann wäre es ein Verbrechen an der deutschen Bevölkerung. Beste Grüße G. Dittrich
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- Kommentar von Alban
Das System befindet sich in einer Art Selbstwiderspruch: Steigende Schulden , Zins- und Steuerlasten würgen die Wirtschaft ab, während die so abgewürgte Wirtschaft diese steigenden Schulden, Zins- und Steuerlasten immer weniger tragen kann. Nebenbei begünstigt, ja fordert, diese Konstellation die Entwicklung von mafiosen Schatten- und Schwarzmärkten. Sie unterlaufen die offizielle Wirtschafts- und Finanzpolitik und umgehen den Rechtsstaat durch Machtstrukturen, die ihren Hebel unmittelbar in den sozialen Netzen ansetzen. Unerkannt in einer falschen Gleichsetzung von Freundschaft und Geschäft entsteht eine Wirtschaftswelt, die nur scheinbar den Vorstellungen von Adam Smith von einer freien Wirtschaft ohne den störenden Einfluss des Staates entspricht. Die unsichtbare Hand, die hier den Markt steuert, heißt Erpressung, Nötigung und Bestechung. Ach ja: Europa. Wem tut das heute nicht weh? Ein Grieche, der Philosoph Plato, hat darauf aufmerksam gemacht: Lernen vollzieht sich gelegentlich über Aporien, über die Erkenntnis falscher Lösungen vorhandener Probleme. Erst so wird der Blick freier für Angemesseneres. -Die Einführung des Euro ergibt für mich nur einen Sinn vor dem Hintergrund einer politischen Einigung Europas. Der erste Schritt dazu wäre eine europäische Verfassung gewesen. Heute fehlt sie, weil sie die Grundlage politisch legitimierter Institutionen in Europa gewesen wäre. Mit ihnen hätte man vielleicht eine Möglichkeit gehabt, die heutigen Euro-Probleme zu lösen. Es hilft alles nichts: Europa und die Europäer sind für sich selbst verantwortlich, für sich und ihre Fehler und Irrtümer. Mit freundlichen Grüßen
Antworten- Kommentar von Sander Jürgen
Sie haben mit Ihrem Bericht den Nagel auf den Kopf getroffen. Hier hilft uns Deutschen nur eine Maßnahme: Wir müssen zurück zur DM, dann haben wir mit den ganzen Bankrottstaaten nichts mehr zu tun.
Antworten- Kommentar von Wolfgang Köhler
Ihr Artikel hätte nicht treffender die Schurkenmisere in der EU darstellen können. Auch mir ist unverständlich, dass unsere Politiker kein einfaches Rezept wie von Ihnen vorgeschlagen, der EU anbieten, bzw. mehr Druck ausüben. Mitlereile wünsche auch ich mir die DM u. unsere Eigenständigkeit zurück.
Antworten- Kommentar von Gottfried
Da muss man sich nicht wundern, wenn da soviele Köche an der Suppe mitkochen und jeder sein eigenes Kochbuch dabei hat. Da weiß doch keiner mehr, selbst die Chefköche nicht, wer da welche Zutaten rein tut. Das ist keine Diktatur! Das ist pure Anarchie!
Antworten- Kommentar von J M Kraemer
Amen! Sie haben völlig recht!!
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- Kommentar von MKB
SG HERR VOIGT SIE HABEN IN DEM LETZTEN SATZ IHRES KOMMENTARS DIE SCHLÜSSELWORTE GEFUNDEN! DIE EU BÜROKRATIE HAT SICH ZU EINER FASCHISTOIDEN LOBBYISTEN GESTEURTEN PFRÜNDEBANDE UND SELBSTBEDIENUNGS LADEN ENTWICKELT. OHNE JEGLILCHE KONTROLLE WERDEN ENTSCHEIDUNGEN ZUM NACHTEIL DER BÜRGER GETROFFEN UND GRÜNKOMMUNISTISCHE SZENARIEN GEPUSCHT DIE KEINEN BEZUG ZU REALITÄT MEHR HABEN. WO SIND DIE GRÜNDERVÄTER ODER DEREN RECHTMÄSSIGE NACHFOLGER DIE DIE "GEMEINSCHAFT DER BÜRGER" REANIMIEREN??ALS BÜRGER UND STEUERZAHLER, DER FÜR DEN IN BRÜSSEL VERZAPFTEN SCHWACHSINN AUFKOMMEN MUSS, IST ES UNSER LEGITIMES RECHT UNS ZU WEHREN!! MEHR AUFRUFE ZUM AKTIVEN PROTEST SIND NOTWENDIG! MFG MKB
Antworten- Kommentar von Harald Rose
"Denn Sie wissen nicht,was Sie tun" Der Bürger verfällt in Fassungslosigkeit und Wut ob solcher Dilletanten,man fragt sich mittlerweile ernsthaft, ob diese Politiker, welche man in Richtung EU entsorgt hat, noch alle Tassen im Schrank haben. Wenn unsere Regierung das zulässt, sind sie keinen Deut besser.
Antworten- Kommentar von Seifert Bernd
Alles richtig Herr Voigt,wenn sich die Dinge so weiterentwickeln wird Deutschland verkauft bis zur letzten Kaffeetasse.
Antworten- Kommentar von Albert Karl
Ich erinnere mich noch an die Worte von Altbundeskanzler Helmut Kohl zur Unterzeichnung der Masstrichter Verträge 1992, in denen die Einführung des Euros beschlossen wurde, als er sagte, dass der Euro eine Frage von Krieg und Frieden wäre. Wie soll aber dauerhaft Frieden in Europa herrschen, wenn die europäische Wirtschaft auf einer instabilien Währung fußt? Man doch heute sehen, dass der Euro nicht ein Weg zum Frieden und die Lösung unserer Probleme ist, sonder er schafft zusätzliche Spannungen, die es bei nationalen Währungen gar nicht geben würde. Früher konnten die Schwachwährungsländer über Währungsabwertungen ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkt wieder herstellen und damit Spannungen ausgleichen. Heute mit dem Euro sind sie dazu gezwungen, entweder sich immer weiter zu verschulden oder aber die Löhne drastisch zu senken, mit der Folge, dass es zur Verarmung und Unruhen kommt. Wir sehen doch heute, dass der Euro nicht funktioniert. Dabei handelt es sich nicht um eine vorübergehende Krise die man in den Griff bekommen könnte, sondern um den Anfang einer immer schlimmeren Katastrophe. Die Spannungen in Europa nehmen mit der Zeit nicht ab, sondern immer mehr zu, je mehr sich die Banken und Südländer verschulden. Deshalb sind auch alle Euro-Rettungsprogramme zum Scheitern verurteilt, weil sie gar nicht die Ursache der Problematik - den Euro bei völlig ungleichen Ländern in Europa - angehen, sondern an Symptomen herumpfuschen. Deshalb gehe ich weiter davon aus, dass der Euro zerfallen wird - egal was die Politiker sich noch an Symptombekämpfung einfallen lassen.
Antworten- Kommentar von Janos
Warum wählen die Deutschen solche Leute die ihr Land in den Ruin treiben? (Warnung1933)
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