Directional Movement Index- Trendwechsel erkennen
Andreas Wolf in DAX Daily
vom 14. Januar 2008 08:30 Uhr
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Liebe DaxDaily Leser,
die augenblickliche Lage der Aktienmärkte macht es zunehmend schwieriger, zu erkennen, ob eine eingeschlagene Trendrichtung von einer gewissen Nachhaltigkeit begleitet wird . Vor allem an entscheidenden Widerstands- und Unterstützungszonen ändern die Indizes insbesondere in den USA und Deutschland ihre eingeschlagene Trendbewegung abrupt und streben mit größerer Dynamik wieder in die Gegenrichtung. Zu den Instrumenten der Charttechnik, die zur Identifizierung von Trendwechseln gerne benutzt werden, gehört der Directional Movement Index.
Der Directional Movement Index existiert seit rund 30 Jahren und wird seit der Publizierung durch seinen Erfinder Welles Wilder als vielseitig einsetzbarer Indikator verwendet. Er ermöglicht nicht nur die Bestimmung der Trendstärke, sondern auch der Trendintensität. Zunächst orintiert sich der Indikator an der Trendvoraussetzung, zu der es gehört, dass das Hoch des aktuellen Tages über dem Hoch des vorherigen Tages liegt. Dasselbe gilt für die Tiefpunkte im Umkehrverhältnis.
Auf der Grundlage dieser Überlegung wird der +DI als Indikator für die Aufwärtsbewegung und der -DI als Indikator für die Abwärtsbewegung definiert. Der eigentliche DMI setzt diese beiden Indikatoren ins Verhältnis zueinander, um so die Bewegungsrichtung zu bestimmen. Liegt die +DI über der -DI wird ein Aufwärtstrend angenommen. Liegt die -DI Linie über der +DI Linie wird ein Abwärtstrend angenommen. Im DAX ist der letztgenannte Fall momentan aktuell. Die Glättung des DMI ergibt den ADX, der die Trendintensität misst. Das Abflachen der Kurve deutet auf ein Auslaufen der Abwärtstrends hin.
