Dieser wichtige Vorlauf-Indikator für die Entwicklung der Weltwirtscha
Daniel Wihelmi in Profit Radar
vom 4. Juli 2011, 19:00 Uhr
ENL5454
Wir sprechen zuerst über Osteuropa. Das Verrückte an Osteuropa ist, dass deutsche Anleger in Osteuropa exzellent investieren können. Das Zertifikate-Angebot ist für diese Region wesentlich umfassender als für Lateinamerika oder Afrika. Mit Ausnahme einiger südosteuropäischer Mini-Länder, wie beispielsweise Mazedonien, können Anleger problemlos in fast alle Länder und die Regionen investieren.
In den USA sieht das ganz anders aus. Von meinen Kontakten zur Wall Street weiß ich, dass der Großteil der US-Investoren überhaupt nicht mit Osteuropa umgehen kann. Das Gleiche gilt übrigens für Russland. Die Amerikaner sind in dieser Region massiv untergewichtet. Die Amis haben stattdessen eine wesentlich stärkere Bindung zu Lateinamerika.
Wenn US-Investoren in den Rohstoffsektor bzw. Rohstoffunternehmen investieren wollen, dann schauen sie zuerst nach Norden (Kanada) oder Süden (Brasilien und Mexiko). Russland kommt in dieser Gleichung überhaupt nicht vor. Deshalb ist Osteuropa/Russland in den Emerging Markets-Anlagemodellen aus den USA immer das Mauerblümchen.
Aber es ist eben nicht alles gut, was aus den USA kommt. Das fängt bei McDonalds an und hört beim TV auf. Und es gilt natürlich auch für die Region Osteuropa. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in Osteuropa zu investieren. Je nach Risikoeinstellung kann man auf Regionen oder einzelne Länder setzen.
Leider jedoch nur im Blue Chip-Bereich. Die Börsen, vor allem in Südosteuropa, sind noch so klein und unterentwickelt, dass es bisher kaum Investmentchancen auf Nebenwerte gibt. Einzige Ausnahme ist Polen. Das Flaggschiff unter den osteuropäischen Märkten besitzt die mit Abstand am Weitesten entwickelte Börse in Osteuropa.
Hier gibt es bereits einen guten Markt für Nebenwerte (und das bisher einzige Zertifikat auf Nebenwerte von der Royal Bank of Scotland). Für Anleger, die gezielt auf Einzelwerte aus dem Mid- und Small Cap-Segemtn setzen wollen, ist Polen deshalb die erste Adresse. Wer Osteuropa hingegen nur mit einer Position abdecken will, sollte hier auf einen Osteuropa-Fonds oder Regionen-Zertifikate (CECE oder SETX) setzen.
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Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Investor (04.07. 2011 21:28 Uhr):
"Mit Ausnahme einiger südosteuropäischer Mini-Länder, wie beispielsweise Mazedonien, können Anleger problemlos in fast alle Länder und die Regionen investieren." Wo liegt bei Mazedonien das Problem?
Antworten - Kommentar von Leser (05.07. 2011 09:35 Uhr):
MAZEDONIEN "Große Fortschritte sieht Lopez-Claros bei den Regeln für Unternehmensgründungen. So kann etwa in der mazedonischen Hauptstadt Skopje durchschnittlich innerhalb von drei Tagen ein neues Unternehmen gegründet werden. In der EU liegt der Durchschnittswert bei 15 Tagen." Warum wird Mazedonien von Ihnen ohne Begründung an den Pranger gestellt? Auf was bezieht sich Ihre Aussage ""können Anleger problemlos in fast alle Länder außer Mazedonien investieren"??
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