Dieser Emerging Market sieht sich großen Problemen gegenüber
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 17. März 2010, 19:00 Uhr
ENL5454
Heute gehe ich wieder auf die folgende exzellente Leserfrage ein: „Herr Wilhelmi, Sie sagen, dass man nicht auf jeder Party tanzen muss und nicht in jeder Story der Emerging Markets dabei sein muss. Mich würde interessieren: Welche Länder von den N-11 sind dann Ihrer Meinung nach ein Investment wert? Mit freundlichen Grüssen."
Wie Sie wissen, beinhaltet das Anlagekonzept der „Next-11" (kurz „N-11" genannt) 11 Schwellenländer, die die Chance haben, in den kommenden Jahrzehnten überdurchschnittliche volkswirtschaftliche Entwicklungen zu vollziehen.
Dabei handelt es sich um folgende Länder (in alphabetischer Reinfolge): Ägypten, Bangladesch, Indonesien, Iran, Mexiko, Nigeria, Pakistan, Philippinen, Südkorea, Türkei und Vietnam.
Ich hatte Ihnen in der letzten Ausgabe gesagt, dass ich in Südkorea (vielleicht mit Ausnahme bedeutender Weltkonzerne, die vom Export profitieren) und Mexiko nicht investieren würde. Südkorea ist de facto ein Industrieland und der mexikanische Hund besitzt einfach trotz großen Potentials zu viele Flöhe.
Erst letztes Wochenende eskalierte der schreckliche Drogenkrieg in Mexiko mal wieder und machte auch vor der Tourismushochburg Acapulco nicht halt. Die Opferzahlen gehen von bis zu 70 Toten aus. Dabei müssen sich in dem mittelamerikanischen Land Szenen wie aus einem schlechten Actionfilm aus Hollywood abgespielt haben. Von ermordeten Polizisten über minutenlange Straßenschießereien und Hinrichtungen bis zu Enthauptungen von rivalisierenden Gangstern aus anderen Drogenbanden.