Diese Werte kaufe ich in den USA
Daniel Wilhelmi in Profit Radar
vom 2. September 2010, 19:00 Uhr
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Ich hatte Ihnen geschrieben, dass der gewaltige demographische Wandel, den es in so einer Größenordnung in den USA und den Industrieländern in der modernen Neuzeit noch nie gegeben hat, einer der gravierenden Faktoren für meine private Asset-Allocation ist. Eine Konsequenz aus dieser Entwicklung ist, dass ich Aktien aus den USA und Westeuropa massiv untergewichtet habe.
Einzige Ausnahmen: Etablierte Konzerne mit großen Umsatzanteilen in den wachstumsstarken Emerging Markets und Dividendentitel. Zudem habe ich einige kleine amerikanische Werte aus dem Gesundheitssektor (und ausgewählte High tech- und Rohstofftitel) auf der Watchlist. Solche Aktien sind für mich langfristig interessant.
Aber, so hart es klingt: Alles andere nicht. Ansonsten packe ich keine US-Aktien an. Stattdessen setze ich auf die Emerging Markets. Denn dort zeichnen die demographischen und wirtschaftlichen Entwicklungen genau das umgekehrte Bild: Die Bevölkerungen (mit Ausnahme von Osteuropa) sind wesentlich jünger und stehen erst am Anfang ihres Konsumzyklus. Und vor allem stehen sie am Anfang ihres Investmentzyklus.
Da liegt die Zukunft der Börse. Und dort will ich dann natürlich mein Geld haben. Eine der tragenden Säulen für die große Hausse an den US-Märkten waren die Investments der Babyboomer-Generation. Das ist ja genau der Grund, warum Deutschland in seiner Börsenentwicklung immer hinter den USA her hinkte und nie über das Image des "kleinen Bruders" hinaus kam.