Diese Trends treiben den Goldpreis weiter nach oben:
Daniela Knauer in Nebenwerte Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 19. August 2011, 17:00 Uhr
ENL5454
Dieser Ansicht ist auch das World Gold Council, das in seiner neuesten Studie folgende Trends als weitere Treiber des Goldpreises im zweiten Halbjahr 2011 identifiziert:
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Die Nachfrage in Indien und China soll weiter auf hohem Level verbleiben. Im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 wuchs sie um 38% respektive 25%. Aufgrund zunehmenden ökonomischen Wohlstands der Bevölkerung, hohen Inflationsleveln und der kommenden Hochzeits- und Geschenkesaison soll dieses Wachstum weiter anhalten.
Auch in nächster Zukunft soll die Flucht in die Sicherheit des Goldes durch die europäische Staatsschuldenkrise, die Dollarabwertung durch die Abstufung des Schuldenratings der USA, den weiterhin fragilen Ausblick der weltweiten Wirtschaft und die steigenden Inflationsraten anhalten.
Staatsbanken sollen weiterhin Netto auf der Käuferseite bei Gold bleiben. Im zweiten Quartal 2011 lagen deren Käufe bei 69,4 Tonnen Gold, vor allem, um deren Abhängigkeit von den inzwischen als zunehmendes Risiko empfundenen Währungen US-Dollar und Euro zu diversifizieren. Gerade die Gold produzierenden Nationen gehen immer mehr dazu über, nur noch einen Teil des in ihren Minen geförderten Goldes auf den Weltmarkt gelangen zu lassen. Der Rest wird gleich als Abgaben dem Staatsschatz einverleibt. Ein sinnvolles Vorgehen, um den Wohlstand der eigenen Bevölkerung für schlechte Zeiten zu bewahren, sofern dieser dieses Gold nicht in den Privatschatullen dubioser Politiker versickert.
Zum Schluss möchte ich Ihnen noch einen interessanten Chart des US-Erzeugerpreisindex PPI zeigen:
Quelle: www.wellenreiter-invest.de
Sie erkennen, dass dieser sich bereits wieder auf die Niveaus des Jahres 2008 zu bewegt. Davor zeigten sich vor allem in den stark inflationären 1970er-Jahren entsprechende Anstiege. Wir alle kennen noch deren Folgen: eine ausufernde Inflationsrate, eine quälende Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten und ein sensationeller Anstieg der Gold- und Silberpreise. Bestätigung erfuhr dieser Trend der Erzeugerpreise gestern durch die Veröffentlichung der offiziellen Inflationsquoten in den USA. Auch sie steigen weiter an, um 0,5% nach 0,2% zuvor, womit sie auf Jahressicht bei einem Wert von 3,6% angelangt sind.
Wir alle wissen aber, dass diese offiziellen Werte stark geschönt sind und die wirkliche Preissteigerung der privaten Haushalte deutlich darüber liegt. Einen aufschlussreichen Artikel zu diesem Thema finden Sie auch in der jüngsten Ausgabe des erfolgreichen Trader-Dienstes „Der Rohstoff-Performer" von Michael Vaupel, dessen Lektüre ich Ihnen sehr empfehlen kann.
Herzliche Grüße, ein angenehmes Wochenende wünscht
Ihre Daniela Knauer