Diese "PIIGS" fliegen nicht
Alexander Hahn in Investoren Wissen
vom 23. Februar 2010, 16:00 Uhr
ENL5462
Diese „PIIGS“ fliegen nicht ... Aber hier ist ein Investment, welches bald abheben wird
Liebe Leser,
die Ausgaben: außer Kontrolle... Das Haushaltsdefizit: am Steigen... Immobilienpreise: sinken wie ein Stein
Willkommen in Amerika, richtig?
Nun... Ja. Aber auch nein. Ich spreche über die sog. „PIIGS“ - Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien. Letzten Dezember gab ich in Baltimore ein Interview bezüglich des anstehenden Ärgers für diese Länder aufgrund der Fakten, welche ich gerade erwähnte.
Mein Aufruf zum Handeln damals an jeden Investor: "Profitieren Sie von diesem Debakel, indem Sie auf einen fallendenden Euro setzen."
Presto... Der Euro ist seitdem um über 10% gefallen - eine riesige Bewegung in der Welt der Währungen. Aber ich denke, er wird noch weiter fallen und Sie können noch mehr Profite absahnen...
Die PIIGS zahlen den Preis...
Die PIIGS [Anspielung auf engl. "pigs"=Schweine, Anm. d. Ü] ersticken an ihrem eigenem Schlamm .
Gerade kürzlich erst sind die globalen Märkte ja aufgrund einer sich verschärfenden, wirtschaftlichen Krise in Griechenland gefallen. Nachdem die griechische Regierung sich einen Haufen "Kohle" geliehen hat, um ihre sozialistischen öffentlichen Ausgaben zu finanzieren, hat die mangelnde Ausgabendisziplin sie letztendlich eingeholt. Die Schatzkammern sind leergeräumt und das Haushaltsdefizit in Relation zum BIP ist signifikant höher als die niedrige einstellige Defizitgrenze der Eurozone. Aber Griechenland ist nicht alleine.
Die anderen PIIGS bewegen sich in die gleiche Richtung, da die Steuereinnahmen weggebrochen sind, das Wirtschaftswachstum in sich zusammengebrochen ist und die Schulden nicht weniger werden. Nachdem die Bonität Griechenlands schon heruntergesetzt wurde, sind die anderen Staaten ebenfalls gefährdet.
Das klingt doch ganz so wie das, was den Vereinigten Staaten noch bevor steht, oder? Jedoch ist es dafür noch zu früh.
Und wer ist der Prügelknabe für diese Krise?
Werft schon einmal die Gelddruckmaschinen an
Da der Euro eine Art gemeinsamer Nenner für all diese Länder ist, trägt dieser die Hauptlast.
Für sich alleine genommen ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar, gemessen an der Kaufkraft, überbewertet. Die Frage ist jedoch: Hat die Eurozone die innere Kraft der aufgezwungenen Abwertung zu begegnen? Wahrscheinlich nicht, da dies voraussichtlich einen ökonomischen Kollaps von einem der Mitgliedsländer oder sogar von mehreren bedeuten würde - ein Szenario, welches die europäische Integration gefährden könnte.
Stattdessen werden die europäischen Zentralbanker auf eine andere Lösung zurückgreifen: Das Drucken von mehr Euros und dem „Ausbailen“ der schwächeren Staaten - eine Politik, welche der Markt heute schon vorhersagt.
Wie können Sie also das Szenario eines fallenden Euros spielen, welcher wahrscheinlich in Richtung Parität gegenüber dem Greenback zusteuert? (Eingedenk der Tatsache natürlich, dass die Vereinigten Staaten genug eigene Probleme haben, welche kaum kleiner sind).
LEAPS: Der beste Weg, um auf den Kursrückgang des Euros zu setzen
Wenn Sie vorhaben, gegen den Euro zu wetten, hören Sie auf meine Ratschläge. Das bedeutet, dass Sie sich nicht selbst in eine Position bringen sollten, in der Sie entweder ein unlimitiertes Risiko haben oder zu viel investieren müssen, um einen anständigen Profit zu machen.
Einn exzellenter Weg, dies zu vermeiden, ist die Möglichkeit, eine LEAP-Put-Option auf den CurrencyShares Euro Trust (NYSE: FXE) zu kaufen - ein ETF, welcher die Bewegungen des Euros nachbildet und Ihre Risiken erheblich senkt.
Ich helfe Ihrem Gedächtnis auf die Sprünge: LEAPS sind langlaufende Optionen, welche Ihnen das Recht (aber nicht die Pflicht) geben, die zugrundeliegenden Aktien zu kontrollieren.
Wenn also FXE eher früher als später fällt, werden die LEAPS in die Höhe schießen. Wenn FXE schrittweise abwertet, können Sie immer noch profitieren, da diese Optionen Ihnen viel Zeit für das Warten auf die Bewegung geben. Und da FXE an der NYSE wie eine reguläre Aktie gehandelt wird, brauchen Sie kein Währungsfuturekonto. Sie können dies alles von Ihrem regulären Optionskonto aus tun [Optionsscheine sind nicht gleich mit "Optionen", Broker mit Zugang zum US-Optionsmarkt nötig, Anm. d. Red.].
Weiterhin beläuft sich Ihr gesamtes Risiko auf Ihre Investitionssumme - es kommt niemand, klopft an Ihre Tür und fordert Sie auf, noch mehr Geld zu bezahlen. Wenn Sie jedoch FXE-Anteile leer verkaufen [Shortselling, Anm. d. Ü.], wäre Ihr Risiko theoretisch unbegrenzt. Warum sich also ärgern, wenn LEAPS doch sehr viel attraktiver sind?
Hier ist mein Rat:
Suchen Sie sich einen Preis heraus, von dem Sie glauben, dass der Euro ihn bald erreichen wird, und rufen Sie die „options chain“ [Optionsübersicht, Anm. d. Ü.] für FXE-Puts auf. Zum Beispiel kostet aktuell (etwa $1.36 ist der Wechselkurs heute, während ich Ihnen dies schreibe) die $130, Jan 2012, Put-Option $7.10 pro Kontrakt. Mit dieser haben Sie 100 Aktien unter Kontrolle und könnten bei einem Wechselkursverhältnis von 1:1 zwischen Euro und Dollar einen Gewinn von über 300% verbuchen.
Erfolgreiches Investieren,
Karim Rahemtulla
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