Diese Hausse-Bewegung hat noch viel Platz nach oben
Profit Radar
vom 18. Mai 2011, 19:00 Uhr
ENL5454
Das jüngste Beispiel für die dritte „Blasen"-Phase haben wir gerade bei Silber gesehen. Plötzlich war Silber auf jeder Titelseite und überall ging es nur noch um das Edelmetall. Am Freitag, bevor dann der Einbruch bei Silber startete, waren die Umsätze in dem großen Silber-ETF in den USA unglaubliche 2 Mal so hoch wie in dem ETF für den S&P 500-Index.
Wenn so eine Schieflage auftritt, dann ist das Platzen einer Blase nicht mehr weit. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Nachricht, dass niemand Geringeres als Superinvestor George Sorros im ersten Quartal 2011 fast seine gesamten Gold-Bestände im Wert von rund 800 Mio. USD verkauft hat. (Sie sehen: Auch er hat nicht das absolute Hoch getroffen. Aber wie alle cleveren Investoren, hat er in die letzte Phase der Hausse hinein verkauft.)
Und Soros nennt Gold übrigens „die ultimative Blase". Darüber sollten Anleger mal nachdenken. Doch das nur am Rande. Viel wichtiger ist für Anleger das Wissen: In welcher Marktphase befinden wir uns gerade? Wie ich gestern schon schrieb. Da Indizes wie der Dow Jones oder der DAX erst Ende April neue Jahreshochs markierten, sind die mittelfristigen Aufwärtstrends seit 2009 intakt.
Dann schauen wir also mal: Die Stimmung ist sehr wechselhaft. Die Wirtschaftsdaten maximal gemischt, mit der üblichen Horrormeldung, die zwischen durch die Märkte mal wieder richtig durchschüttelt. Anleger trauen dem Braten nicht. Trotzdem steigen die Kurse schnell wieder an, wenn sich die Märkte beruhigen.
Das ist ein klassischer Markt, der an der „Wand der Sorgen" nach oben klettert - also Phase 2. Das passt auch markttechnisch: Wenn der DAX die alten Höchststände im Bereich von 8.100 Punkten nachhaltig durchbricht, entsteht ein massives langfristiges Kaufsignal. Das könnte dann der erste Schritt in den Übergang der dritten Hausse-Phase sein.
Have a successful day,
Ihr
Daniel Wilhelmi