Die Zentralbank wird bald wieder auf das Gaspedal treten
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 29. Juni 2009, 07:30 Uhr
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Der Dow ist Mitte der vergangenen Woche leicht gefallen, um 16 Punkte. Öl hat sich auf dem Niveau von 69 Dollar festgehalten. Gold ist um drei Dollar auf 924 Dollar gestiegen. Der Dollar erlebte seinen heftigsten Rückgang in Wochen, nachdem die Spekulanten darauf warteten, was die amerikanische Zentralbank bezüglicher ihrer weiteren Schritte verkünden würde.
Von der Zentralbank erwartete man, dass sie über Ausstiegsstrategien" sprechen würde. Sie greift in die Märkte ein, so wie es noch keine Zentralbank vor ihr getan hat. Ihr Bilanzbogen - ein Maß dafür, wie sehr sie schon in den Markt eingegriffen hat - ist auf eine Weise gewachsen, die nicht nur beispiellos ist, sondern auch fast unglaublich. Bei der Bemühung, Liquidität zur Verfügung zu stellen, hat sie den Inhalt eines jeden vernachlässigten Kühlschranks an der Wall Street aufgekauft. Das stinkende, pelzige Zeug - die giftigen Derivate... die SIVs... MBAs... niemand scheint genau zu wissen, was das ist - taucht als Anlagewert in den Büchern der Zentralbank auf. Insgesamt umfasst der Bilanzbogen der Zentralbank heute Anlagen im Wert von mehr als 2,7 Billionen Dollar.
Das ist kein solides Wirtschaften - und es ist auch nicht ethisch - den Dollar zu demolieren und die inkompetenten Investoren freizukaufen, die zum Gipfel der Blase Milliarden in die CMBS gepumpt haben", sagt Dan Amoss. Es gibt heute kein systemisches Risiko" mehr, das die Zentralbank als Argument dafür nutzen kann, den Preis solcher Wertpapiere in die Höhe zu treiben."
Doch während der Aktienmarkt einbricht und die Wirtschaft schwächer wird, sollten wir damit rechnen, dass die Zentralbank wieder auf das Gaspedal treten wird. Ich denke, es ist sinnvoll, über die Rolle der Zentralbank in diesem Rahmen nachzudenken, während die Angst vor einer Inflation wächst, wird die Zentralbank die Bremse auf die monetäre Entwertung antippen, und während die Angst vor einer Deflation wächst, wird sie das Gaspedal bis in den Boden treten, wenn es sein muss. Das Spiel wird unter diesem tragischen Szenarium schließlich mit einer Zerstörung des Vertrauens in Papiergeld enden, mit rapide steigenden Importpreisen für die amerikanischen Verbraucher und mit einem geringeren Lebensstandard."
Was wird als nächstes kommen?
Ich weiß es nicht. Aber es ist noch viel zu früh, sich deswegen Sorgen zu machen. Die Zentralbank ist nicht an dem Punkt, an dem sie die Ausfahrt nimmt. Sie wird noch deutlich länger auf der Straße bleiben müssen.
Warum? Weil die grünen Keimlinge verdorren. Es gibt keine echte wirtschaftliche Wiederbelebung. Und es wird auch keine geben, solange die zugrundliegenden Probleme noch nicht korrigiert wurden.
Eines der großen Probleme ist die zu hohe Kapazität. Ich habe das in der Vergangenheit bereits erwähnt. In der Phase der Blasen, hätten die Geldverschwender noch alles gekauft. Man konnte eine fast unbegrenzte Menge an Geld verdienen, indem man ihnen Güter anbot, die sie kaufen konnten. Das bedeutete, dass man Fabriken baute... LKW kaufte... und Gewerberaum mietete. Jetzt sind die Geldverschwender jedoch wieder zur Vernunft gekommen. Sie wollen ihr Geld sparen. Es gibt also keinen Bedarf mehr an Gewerbeflächen in den Malls, genauso wenig wie für viele LKW auf den Schnellstraßen und viele Fabriken in China.
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