Die Wirtschaftsdaten und deren Einfluss auf den Goldpreis
Dominique Braun (Gastbeitrag) in Investors Daily zum Thema Goldpreisentwicklung
vom 19. Juli 2011, 18:00 Uhr
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die vergangenen Wochen haben wieder einmal gezeigt, dass der Goldpreis stark von wirtschaftlichen Faktoren abhängen kann und abhängt. Ein gutes Beispiel zeigten die Arbeitsmarktdaten aus den USA, die am Freitag den 8. Juli veröffentlicht wurden. Wie immer wartete der Markt gespannt auf diese Daten, die als Messlatte für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte gilt, aber wie gesagt nicht nur für die Aktienmärkte, sondern auch für die Entwicklung des Goldpreises.
Wie genau der Goldpreis am besagten 8. Juli reagiert hat schauen wir uns später an. Aber was ist an dem Tag hinsichtlich der Wirtschaftsdaten passiert? Man kann es in einem Satz zusammenfassen: Die veröffentlichten Daten waren schlechter als erwartet und erzeugten weitere Unsicherheiten, was die Arbeitsmarktsituation in den USA betrifft. So stieg nicht nur die Arbeitslosenquote im Juni gegenüber dem Vormonat von 9,1 auf 9,2% an. Auch die neugeschaffenen Stellen im nichtverarbeitenden Gewerbe deuteten auf einen Wachstumsstopp. Diese lagen nämlich mit 18.000 Stellen weit unter den Prognosen als auch unter dem Vormonatswert.
Abb.1: Auf diesem 3-Tages-Intradaychart können Sie die Entwicklung des Goldpreises erkennen. Mit dem Pfeil habe ich den Zeitpunkt vom 8. Juli markiert, an dem die US-Arbeitsmarktdaten um 14:30 Uhr MEZ veröffentlicht wurden (Quelle: Bloomberg).
Wie Sie deutlich erkennen können, konnte der Goldpreis nach Bekanntgabe der Daten um mehr als 18 Dollar pro Unze, bzw. um mehr als 1%, ansteigen. Die schlechten Arbeitsmarktdaten aus den USA haben eines gezeigt: Die Unsicherheit am US-Arbeitsmarkt bleibt bestehen und dies kommt dem "Krisenmetall" Gold zu Gute. Denn je schlechter die Wirtschaftssituation, desto höher die Unsicherheiten bei Investoren und desto höher die Nachfrage nach dem "sicheren Hafen" Gold als Anlageklasse.
Mit goldigen Grüßen
Dominique Braun
