Die Wahrheit über Fonds
Von Dr. Mark Skousen in Investoren Wissen zum Thema Fonds
vom 04. Oktober 2005 16:00 Uhr
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Ich sammle seltene Bücher zum Thema "Finanzen". Eines meiner Favoriten ist "The Terrible Truth About Mutual Funds." Es wird schon lange nicht mehr gedruckt, aber die grundsätzlichen Annahmen des Autors sind heute noch genau so gültig, wie damals vor 50 Jahren, als es geschrieben wurde: Für die meisten Anleger sind Fonds nicht gut. Sie schneiden langfristig gesehen schlechter ab, als der Markt und berechnen hohe Gebühren.
Aktuelle Studien bestätigen das. Professor Jeremy Siegel berichtet, dass in den vergangenen 20 Jahren die Mehrzahl der Fonds nur in 3 Jahren besser lief, als der breite Markt mit dem S&P 500 Index.
Sehen wir uns einmal die Entwicklung über 20 Jahre beim S&P 500 und einigen Blue Chip Fonds wie T. Rowe Price, Putnam, Vanguard, AIM und Fidelity an:
Warum die meisten Fonds schlechter laufen, als der S&P und was Sie dagegen machen können
Es gibt 2 Hauptgründe dafür, warum Fonds vergleichsweise schlecht abschneiden:
Die Bedingungen am Markt ändern sich und sind auch von den besten Fondsmanagern nur schwer vorherzusagen und es ist schwer für einen Fonds, ganz oben zu bleiben. Das wurde mir beim Lesen des letzten Rankings im Forbes Magazin klar. Von den aktuellen Top 10 Fonds war kein einziger im Jahr 1994 oder 1984 unter den besten 10. Das heißt umgekehrt: Von den Top 10 der Jahre 1984 oder 1994 ist heute keiner mehr unter den besten 10.
Die Botschaft ist eindeutig: Wenn Sie mit Fonds gleichbleibende Gewinne machen wollen ist es besser für Sie nicht zu lange in Ihren favorisierten Fonds investiert zu bleiben. Es gibt Enttäuschungen, wenn ein Spitzenmanager den Fonds verlässt, in Rente geht, oder sich einen groben Fehler leistet.
Was kann man machen?
Vor ein paar Tagen sagte David Swensen (er macht als Manager der Stiftung der Yale Universität mit einem Volumen von 15 Milliarden $ eine durchschnittliche jährliche Performance von 16 %) im Wall Street Journal, das Beste, was Anleger machen könnten, sei, damit aufzuhören, zu versuchen, den Markt zu schlagen. Sie sollten statt dessen besser in einen Indexfonds investieren.
Das brachte natürlich seit 1998 keinen Gewinn
Wir können das besser: Wenn Sie so gut werden wollen wie Swensen für Yale, dann nutzen Sie Ihren Verstand und Ihre Qualifikation bei der Auswahl der Aktien.
Und was soll man da genau machen? Die Antwort gibt Gerald Loeb, Autor des Buches "The Battle for Investment Survival": "Die großen Vermögen wurden durch Konzentration, nicht durch Streuung gemacht!"
Das sieht auch Swensen im Interview mit dem Wall Street Journal so. "Wir haben Manager für das Portfolio von Yale, die 3 oder 4, vielleicht auch 8 oder 10 Aktien halten. Einer unserer besten Portfoliomanager, hatte meist um die 3 Aktien und nie mehr als 10."
Haben Sie keine Angst davor, sich selber zu informieren und eigenes Research zu machen. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Privatinvestoren generell besser sind, als die professionellen Vermögensverwalter. Denken Sie daran, niemand ist mehr um Ihr Geld besorgt, als Sie selber.
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