Die vermeidbaren Fehler und was hätte man vorher hätte wissen können?

Jürgen Nowacki in Investoren Wissen
vom


Wer bei guten Nachrichten zur Eröffnung bei 8,40 Euro gekauft hat, wird sich erst einmal darüber gefreut haben, dass der Kurs im Laufe des Tages um 7 Cents höher notierte, aber...

  • In der letzten Woche haben wir an dieser Stelle drei unterschiedliche Kurslücken besprochen. Die Kurslückenkategorie mit den größten Kurschancen (Ausbruchs-GAP) kann es kaum gewesen sein, weil der Telekomkurs ja bereits einen Anstieg hinter sich hatte, der von 7,80 Euro ausging. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um ein Common Gap oder sogar um ein Erschöpfungs-GAP handelte, war demnach recht hoch. Beide GAPs aber werden schnell geschlossen, Kursverluste sind an der Tagesordnung.
  • Anleger hätten sich mit einem Stop-Loss bei 8,35 Euro absichern können. Wie ich darauf komme? Der Schlusskurs des Vortages lag bei 8,36 Euro. Wird die Aktie ausgestoppt und das Fenster geschlossen, ist der Beweis dafür erbracht, dass es sich nicht um ein Ausbruchs-GAP handelte. Die Verluste werden auf ein Minimum begrenzt. Steigt der Kurs aber weiter, liegt ein Ausbruchs-GAP vor und die Verlustbegrenzung kann in einem Sicherheitsabstand nachgezogen werden (Trailing-Stop)

Fazit: Lassen Sie sich nicht dazu hinreißen, in der Eröffnungsphase eines Marktes unlimitierte Aufträge zu erteilen. Wenn Sie in einen Markt hinein wollen, so beobachten Sie die Kerzencharts (kostenlos auf Schlusskursbasis von ProRealtime) und prüfen Sie den Markt nach den GAP-Regeln ab. Denken Sie immer daran, wenn sich Kleinanleger bei guten Nachrichten zu Käufen hinreißen lassen, sind es häufig institutionelle Anleger (Fondsmanager), die bereits aussteigen und solche Kursübertreibungen für ihre Distribution nutzen.   


Morgen besprechen wir die Kurslücke des DAX einen Tag nach der Griechenland-Wahl

Viel Erfolg am Markt wünscht Ihnen

Jürgen Nowacki,

Chefredakteur Target Trader

 

 


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