Die VEM-Aktie ist auf dem besten Weg in ruhigeres Fahrwasser
Georg Pröbstl in Nebenwerte Daily zum Thema Aktien & Aktienhandel
vom 13. April 2007 17:00 Uhr
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Lieber Leser,
was für eine Absurdität! Ende Februar 2007 schmissen zahlreiche Anleger die Aktien von VEM Aktienbank (WKN 760830) aus ihren Depots. Der Kurs des Münchner Emissionsexperten brach dabei in einer einzigen Woche um bis zu 27,2 Prozent nach unten weg. Was war der Grund, was war passiert? Hatte Vorstandschef Andreas Beyer seine Anteile verkauft und sich aus dem operativen Geschäft zurückgezogen? Oder gab es Bilanzprobleme, möglicherweise Fehlbuchungen? Gab es vielleicht sogar in der gesamten Finanzbranche eine massive Krise und den Wegfall des VEM-Kundenkreises und damit der Einnahmemöglichkeiten? Nein! Es war überhaupt nichts los! Abgesehen einmal davon, dass wir Ende Februar 2007 eine Korrektur an der Börse hatten, bei der beispielsweise der SDAX rund 12 Prozent nach unten ging, gab es eigentlich keinen Grund für den Ausverkauf bei VEM.
Im Gegenteil: VEM meldete zwei Tage nach Beginn des Kursdebakels die vorläufigen Zahlen für 2006. Zwar ging der Jahresüberschuss von 8,7 auf 5,9 Millionen Euro zurück. Doch das waren immer noch 0,61 Euro Gewinn je Aktie. Im Tief des VEM-Kurs im März bei 4,10 Euro ein lächerlich niedriges KGV von 6,7. Tatsächlich war die Meldung sogar recht positiv zu werten. Sicher können Sie sich daran erinnern, dass seit dem Mai-Crash 2006 an der Börse gerade bei IPOs und Kapitalmaßnahmen die Stimmung der Anleger ziemlich getrübt war. 5,9 Millionen Euro Gewinn bei VEM in einem miesen Umfeld sind dann eigentlich doch eher ein Grund für Optimismus.
Darauf besinnen sich wohl jetzt immer mehr Anleger. Denn VEM steigt und steigt seit dem Tief vor einigen Wochen. Viele der Anleger, die VEM damals teilweise panisch aus dem Depot schmissen, ärgern sich jetzt wohl grün und blau. Seit dem März-Tief liegt VEM nämlich bereits 25 Prozent im Plus.
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