Die USA werden immer schneller zur Bananenrepublik
Bill Bonner in Kapitalschutz Akte zum Thema Kapitalschutz
vom 18. Januar 2010, 07:30 Uhr
ENL5462
Es ist aber eine Bananenrepublik mit Schneestürmen und ohne Bananen.
Elisabeth schwärmt weiter:
"Man kann praktisch zu jeder Tageszeit und Nachtzeit alles kaufen."
In Frankreich war das Einkaufen wirklich schwer. Die Angestellten schienen kein wirkliches Interesse daran zu haben, etwas zu verkaufen. Die Geschäfte hatten nicht geöffnet. Und sie hatten nicht das, was man haben wollte."
Aber ich komme gerade von Tysons Corner. Sieh dir das einmal an... ich habe einen Fernseher für 99 Dollar gekauft. Und einen Drucker für den Computer. Und Sets aus Bettlaken und Handtüchern."
Das wird natürlich alles in China oder Vietnam hergestellt. Aber man kann alles, was man braucht, kaufen. Egal was. Ich bin in einen Laden gegangen und da waren vier Angestellte, die darauf warteten, mir zu helfen.
In Frankreich findet man nie einen Angestellten... und wenn doch, dann wollen sie einem nicht helfen. Diese Leute fragten mich, wie sie mir helfen könnten. Und dann bin ich in die Obst- und Gemüseabteilung gegangen"
Anfangs war es erstaunlich, was sie alles haben... die Auswahl... und alles sieht so gut aus... und wenn man dann an der Kasse ist, dann packen die Leute einem die Taschen... und sie bringen sie zum Auto."
Es ist wirklich ganz wunderbar."
Heute Morgen habe ich mich von meiner Tochter in die Stadt fahren lassen. Und dann musste ich ein Auto kaufen, um wieder nach Hause zu kommen.
Ich konnte in Paris absolut zufrieden ohne Auto leben. Aber man muss einen fahrbaren Untersatz haben, wenn man in den Vororten lebt.
Weil ich keine Zeit damit verbringen wollte, mich umzusehen, bat ich die Mitarbeiterin, einige Anrufe zu machen und das beste Angebot für einen Ford F-150 Pickup zu finden und diesen dann zu kaufen."
Ich habe ganz einfach nicht viel Zeit", sagte ich zu ihr, versuchen Sie also bitte, es so reibungslos wie möglich zu machen."
Sie machte sich um 10 Uhr morgens an die Arbeit. Nachmittags um 15:25 Uhr erschien jemand bei mir im Büro und brachte die Schlüssel.
Mr. Bonner, hier sind die Schlüssel für ihren neuen Truck."
Er war natürlich derjenige, mit dem günstigsten Angebot. Er hat das Geschäft gemacht und den Truck bis vor meine Tür gebracht. Silber, mit einer Bank hinter dem Fahrersitz. Perfekt für die Farmarbeit am Wochenende... und für Elisabeth, die den Pferdeanhänger damit ziehen will.
Danke für das Geschäft", fuhr er fort.
Es ist in diesen Tagen schwer, neue Kunden zu finden. Die Geschäfte laufen langsam. Zumindest wirkt es auf mich so. Ein Kunde mit einem Scheck in der Hand ist eine wahre Freude. Hier ist meine Telefonnummer. Sie können mich anrufen, wenn Sie Fragen haben oder wenn es Probleme gibt. Ach... ich habe auch vollgetankt."
Was für ein wunderbares Land. Es ist vermutlich leichter, sich in den USA von seinem Geld zu trennen, als in irgendeinem anderen Land.
ähnliche Beiträge:
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Jürgen Hoffmann (18.01. 2010 11:17 Uhr):
Ein wirklich guter Beitrag. Er beschreibt treffend die Bremsen der Europäischen Wirtschaft. Ich würde gerne diesen Artikel im ZDF Forum zur Diskussion bringen und bitte um die Erlaubnis darum oder genügt der Verweis auf Ihr Urheberrecht?
Antworten - Kommentar von Dr Papp Ernoene (18.01. 2010 20:31 Uhr):
Sehr geehrter Herr Bonner, Ich möchte nicht zu Ihren Hauptkommentatorin avancieren, aber auch zu diesen Ausführungen sind mir einige Gedanken gekommen, die ich unbedingt niederschreiben wollte. Sie, als Weltbürger haben das sicherlich nicht zum ersten Mal erlebt. Und so war das auch etwa 20 Jahren früher, wo es den Amerikanern noch sehr gut ging. Und soetwas geschieht leider nicht nur inFrankreich, sondern überall in Europa. Der Verkaufskultur in Europa ist seit Jahrzehnten auf einem mimimalen Niveau. Also das hängt nicht mit einer Wirtschaftskrise zusammen. Ich reise auch viel in der Welt herum. Und ich habe den Eindruck gewonnen, dass vielmehr moralische Gründe das Verkaufsverhalten eines Verkäufers, oder Verkäuferin beeinflussen. Wo Moral so in etwa noch in Ordnung ist, benehmen sich die Verkäufer auch wie sie sich benehmen sollten. Hier bei uns, aber auch in Deutschland, und Österreich gibt es Geschäfte, wo man nur dann überhaupt bedient wird, falls man ca 1 kg Goldschmuck angehängt hat. Das ist preposterous! Also ich denke das wir in Europa den Moral endlich wieder in Ordnung bringen sollten, und zwar auf allen Ebenen. Nur als Ergänzung zu USA möchte ich hier Japan hervorheben, wo die Verkäufer den Kunden immer noch als König behandeln. Egal, ob sie gerade viel, oder wenig verkaufen. Die gehen auch mal nach unten in den Lager, um nach einer Kleinigkeit zu suchen. Also in Europa kann es niemals passieren. Oh Tempora, oh Mores! Mit freundlichen Grüßen
Antworten
Artikel weiterempfehlen