Die USA folgen Japan – mit 10 Jahren Verzögerung

unserem Korrespondenten Bill Bonner in Paris in Investors Daily
vom


von unserem Korrespondenten Bill Bonner in Paris

*** "Die USA folgen Japan, mehr oder weniger mit einem Zeitunterschied von 10 Jahren."

Diese Idee hatte mich hier im Investor's Daily so überzeugt, dass ich sie nicht nur in meinem neuen Buch intensiv behandelte, sondern auch Leser und Herausgeber fast zu Tode langweilte. Und dennoch bin ich davon nicht abgekommen. Die USA antworten auf ihre Krise schneller und aggressiver als die Japaner. Die Rezession war in den USA sehr leicht, und die Erholung ist nur marginal stärker als die in Japan. Die wirklich ernsthaften Probleme begannen in Japan erst ein paar Jahre nach dem Erreichen der Höchstkurse am Aktienmarkt, was im Januar 1990 der Fall war. Die wirklichen Probleme der USA liegen noch vor uns – und sie folgen denen Japans mit 10 Jahren Abstand.


Aber ab einem bestimmten Punkt müssen sich die Wege Japans und der USA trennen. Die USA sind der größte Schuldner der Welt. Japan war immer einer der größten Gläubiger der Welt. Japan hat Berge von Ersparnissen und eine positive Leistungsbilanz. Amerika hat zwei riesige Defizite (Handelsbilanz und Staatshaushalt), die jeweils rund 500 Milliarden Dollar betragen.

Irgendwann, vielleicht bald, werden die Ausländer aufhören, US-Staatsanleihen zu kaufen, und der Dollar wird fallen ... und die US-Zinsen werden steigen. Plötzlich wird sich das Umfeld für die US-Konsumenten stark verschlechtern. Deren Schulden werden spürbarer werden, da die Zinsen steigen ... und ihnen weniger Geld zum Ausgeben bleibt. Die Umsätze werden einbrechen. Jobs werden verloren gehen ... und die Wirtschaftslage wird ein Desaster sein.

Sie werden ärmer sein ... und das letztlich realisieren. Sie werden älter sein. Sie werden weiser sein, wütender, aber nicht notwendigerweise weniger glücklich.

Ich schaue nach Argentinien, um die amerikanische Zukunft zu sehen. In Argentinien ist die Mittelschicht durch Inflation, Arbeitslosigkeit und Depression fast zerstört worden. Mein Freund Paul Terhorst, der viele Jahre in Argentinien lebte, hat mir diese Nachricht gesendet:

"Ein Freund hier hat mir eine Grafik gezeigt, die den Fortschritt Argentiniens während der letzten 100 Jahre zeigt. Diese Grafik vergleich das Pro-Kopf-Einkommen Argentiniens, um die Preissteigerungen bereinigt, mit dem Durchschnitt von 10 anderen Ländern, darunter so Ländern wie Brasilien."

"1910 und 1925 näherte sich der durchschnittliche Lebensstandard Argentiniens dem dieser 10 Länder. Allerdings muss Argentinien in diesen Jahren deutlich ärmer als die reichen Länder, wie Großbritannien und die USA, gewesen sein."

"Sieh Dir auch an, dass es in Argentinien seit den letzten 75 Jahren relativ bergab geht. Wenn man 2001 bis 2003 noch hinzufügen würde, dann sähe es noch schlimmer aus."


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