Die Überzeugung des Konvertierten
Dave Gonigam in Traders Daily
vom 12. März 2009, 12:00 Uhr
ENL5454
Wenn es darum geht, Tom Friedman, den Kolumnisten der New York Times zu kritisieren, dann kommt niemand an Bill Bonner heran. Aber Friedmans letzter Beitrag war zu viel, als dass ich noch hätte widerstehen können.
„Was wäre, wenn die Krise des Jahres 2008 etwas noch viel Grundlegenderes darstellt, als eine tiefe Rezession?", fragt er.
Also kommt er eben erst dahinter. Nun, wenn das Familienvermögen, in das man eingeheiratet hat, von 3,6 Milliarden Dollar auf nur 25 Millionen schrumpft, dann denke ich, dass es natürlich ist, dass man anfängt, sich über diese Dinge Gedanken zu machen.
Aber weil wir hier von Tom Friedman sprechen, ist es auch nur natürlich, dass man daraus die falschen Schlüsse zieht.
Wir haben ein System für Wachstum geschaffen, dass davon abhängig ist, dass wir immer mehr Läden aufmachen, die immer mehr Zeug verkaufen, dass in immer mehr Fabriken in Cina hergestellt wurde, betrieben mit immer mehr Kohle, die immer mehr Klimawandel hervorruft. Gleichzeitig bringt es China immer mehr Dollar um immer mehr amerikanische Schatzanleihen kaufen zu können, damit Amerika immer mehr Geld haben wird, um noch mehr Läden bauen zu können und noch mehr verkaufen zu können und noch mehr Chinesen einstellen zu können.
Ich kann das nicht mehr.
Ja, ich weiß - ich musste es selbst einige Male lesen, um dieser Logik folgen zu können, so wie es ist.
Will Friedman damit sagen, dass das gesamte Globalisierungs-Modell, so wie er es in den vergangenen beiden Jahrzehnten porträtiert hat, auseinander zu fallen droht? Nicht dass er das zugeben würde - „Wir waren schon immer im Krieg gegen Ostasien."
Achten Sie auch darauf, wie er mit der Überzeugung des Konvertierten schreibt. Ich gehe davon aus, dass wenn das Familienvermögen, in das sie eingeheiratet haben, um mehr als 99% eingebrochen ist, und wenn dieses Familienvermögen auf den Einkaufszentren basiert, und man sowieso schon eine Mentalität eines Weltverbesserers hat, dann ist es nur natürlich einen Blickwinkel zu übernehmen, bei dem Mitleid mit der Verbraucherkultur mit einer Hysterie des Klimawandels vermischt wird.
Es ist im Lichte solcher Umstände auch nur natürlich, dass man gegenüber den wahren Gründen für die Krise absolut blind ist. Er schreibt über Chinas Kauf von Schatzanleihen, als sei das ein isoliertes Phänomen. Es gibt keinerlei Anerkennung der Tatsache, dass wir einer Schuldenkrise gegenüberstehen - einer Krise des übermäßigen Kredits, die von der amerikanischen Zentralbank geschürt wurde, und die dann im gesamten Finanzsystem Metastasen gebildet hat und dann die weitere Wirtschaft erreichte.
Friedman zitiert sogar einen Experten, der sagt: „Wir haben keinen echten Wohlstand erzeugen können", ohne dass ihm dabei auffallen würde, was in den vergangenen 20 Jahren wirklich passiert ist, preist er die Vorzüge der Globalisierung (so wie er sie definiert): Die Kunst der Geldverschiebung ist über das Kunsthandwerk, echte Produkte zu produzieren, die die Leute auch verwenden können, hinausgewachsen
Ganz egal. Friedman spricht im Sinne der Meute aus Davos, mit der immer herumgehangen hat, während es diesen gelungen ist, die ganze Sache so heftig in den Sand zu setzen. Und deren Botschaft heißt heute: Kommt darüber hinweg. Ihr müsst einfach lernen, mit weniger zu leben.
Wissen Sie, ich denke, die meisten Menschen werden vermutlich in der Lage sein, selbst dahinter zu kommen, ohne dass sie dazu Tom Friedmans Hilfe brauchen würden. Aber er ist wild entschlossen, ihnen trotzdem zu helfen.