Die Taschengeldfrage
Investors Daily
vom 13. Januar 2005 18:00 Uhr
ENL5454
Ein interessanter Bericht im Barron's Magazin teilt uns mit, dass auch die Reichen ihre Probleme haben. Eine Umfrage unter Kunden von Privatbanken offenbarte, dass fast alle von ihnen meinen, dass sie mit ihrem Geld gerade so über die Runden kommen – egal wieviel sie haben. Nur sehr wenige dachten, dass sie "genug" haben. Die meisten dachten, dass sie doppelt so viel bräuchten. Und dennoch machten sich fast alle Sorgen, dass ihre Kinder und Enkel durch Reichtum verdorben würden.
Ich habe in meiner eigenen Familie eine solche Haltung beobachtet. Jules, 17, bekommt pro Woche 5 Euro Taschengeld. Wenn er mit mir am Wochenende arbeitet, dann bekommt er 10. Henry bekommt 3 Euro pro Woche. Edward 2,50 Euro. Alle drei sagen mir, dass ihre Freunde erheblich mehr bekommen. Selbst ihre Mutter denkt, dass Dad zu knauserig ist.
Andererseits – wenn meine Kinder an einem großen Projekt arbeiten, dann zahle ich ihnen einen Stundenlohn. Als Henry z.B. unsere neue Bibliothek anstrich, da verdiente er zusätzlich 50 Dollar.
"Schau mal", so der knauserige Vater, "es ist gut, wenig Geld zu haben, wenn man jung ist ... denn dann ist es weniger wahrscheinlich, dass man wenig Geld hat, wenn man alt ist."