Die Stimmung trübt sich ein
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 12. Januar 2010, 17:30 Uhr
heute gab es wenig Neues zu berichten. Entsprechend verharrten die Blicke der Marktteilnehmer länger als sonst üblich auf der gestrigen Veröffentlichung des Aluminumkonzerns Alcoa. Umso mehr die Anleger sich mit den Zahlen befassten, umso stärker trübte sich auch die Stimmung am Markt ein. Was ist, wenn die frisch begonnene Berichtssaison weitere Enttäuschungen mit sich bringt? Statt mit einem schnell fallenden Markt, der sonst bei negativen Meldungen einritt, hatten wir es daher ausnahmsweise mit einer ausgedehnten Reaktion zu tun.
Aber auch die Angst vor weltweit steigenden Zinsen kann angeführt werden, wenn die Gründe der heutigen Schwäche am Aktienmarkt gesucht werden. Einige Unterstützungszonen mussten jedenfalls an die Bären abgegeben werden.
Trading-Chancen des Tages - Rückblick
Dax (DAX.I): gefräßige Bären
Es kommt selten vor, dass ich bei meinen intraday durchgeführten Trades den Überblick verliere: Heute war so ein Tag. Vier Trades konnte ich aufgrund meiner Trading-Ideen, die ich aus meiner morgendlichen Analyse abgeleitet hatte, anbringen. Weniger ist bekanntlich mehr! Das traf dann auch auf das Gesamtergebnis zu und ich entschloss mich schon kurz vor 16.00 Uhr meine Handelsaktivitäten für heute einzustellen. Mit einem derart starken Hunger der Bären hatte ich nicht gerechnet.
Nach der recht unspektakulären Eröffnung drängten die Bullen darauf, baldmöglichst die Widerstandszone bei 6.050/60 Punkten zurückzuerobern. Doch wie schon am gestrigen Abend wurde die Barriere nochmals punktgenau angetestet. Das war dann das Startzeichen für die Bären. Diese schlugen nun zu. Die gestrige Scharte konnte also nicht ausgewetzt werden, es wurde erneut der Rückwärtsgang eingelegt. Selbst vor der 6.000er-Marke wurde nur kurz abgebremst, um dann wieder beschleunigen zu können. Mit dem Verlassen der magischen 6.000er-Marke wurde ich eingestoppt (bei 5.994,5). Die Schwächephase endete dann vorübergehend bei 5.975 Punkten. Mein Kurs-Ziel von 5.960 Punkten für diesen Trade konnte nun nicht mehr erreicht werden. Daher nahm ich noch ein paar Punkte mit und stieg aus (bei 5.987,5). Mit der Rückeroberung der 6.000er-Marke lag es jetzt nahe, dass die Bullen sich wie schon am Donnerstag oder Freitag vergangener Woche zurückmelden würden. Ich ging long (zu 6.006). Diesmal wiederholte sich dieses Muster jedoch nicht. Zu 5.980,5 Punkten wurde ich ausgestoppt.
Das Anlaufen der 5.960er-Marke zog dann immer wieder neue Käufer an. Die Unterstützung schien also zu halten. Ich eröffnete daraufhin erneut eine Long-Position (zu 5.966). Doch am frühen Nachmittag konnten die Bullen dem Drängen der Bären nicht mehr standhalten. Damit war mein Short-Szenario aktiviert worden. Ich schloss meine Long-Position (bei 5.951) und wechselte sofort ins Bären-Lager (zu 5.948). Die Abwärtsdynamik verschärfte sich noch einmal und die nächste Unterstützung bei 5.940 Punkten wurde locker genommen. Im Vorfeld der Wall Street-Eröffnung wurde dann knapp oberhalb von 5.920 Punkten das Tagestief markiert. Als der deutsche Leitindex wieder nach oben abdrehte, nahm ich den Gewinn mit (Ausführung zu 5.933).
Ein wahrlich schlechter Tag
Trotz eines Kursverlaufs beim Dow Jones, der auch hierzulande die Marktteilnehmer beruhigen sollte, kann sich der Dax nur schwer von seinem Tagestief lösen. Lediglich zwei Aktien der dreißig Dax-Werte notieren etwa eine halbe Stunde vor Handelsende im Plus. Ein wirklich schlechter Tag für alle bullisch eingestellten Marktteilnehmer.
Ergebnis: Verlust 18,5 Dax-Punkte
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): Der deutsche Aktienmarkt verliert heute überproportional. Am späten Nachmittag notiert der Dow Jones nur leicht im Minus, während der Dax satte 1,5% verliert.
Wichtige Information für CFX Broker-Kunden: Seit 2.11. können Sie den CFD auf den Dax (und andere Indizes) auch schon vor dem offiziellen Börsenstart handeln.
