Jürgen Schmitt ist überzeugt, dass Anleger mit seinen Empfehlungen eine Startsumme von 10.000 Euro in zehn Jahren ohne Probleme in 500.000 Euro verwandeln können.
Jürgen Schmitt in Investors Daily
vom
es ist mal wieder so weit, dass ich mich außerhalb des üblichen Turnus an Sie wende. Meistens mache ich das genau dann, wenn es an der Börse kriselt. Heute stehen Aktien wieder mächtig unter Druck, nachdem die Sorgen um Spanien weiter zunehmen bzw. von den Medien verbal ausgeschlachtet werden.
Ein Schelm, wer angesichts des bevorstehenden „EURO-Referendums" in Griechenland am 17. Juni Böses denkt und „System" dahinter vermutet. Der Euro verliert Tag für Tag an Wert gegenüber dem Dollar, Länder wie Spanien, aber auch Italien und selbst Frankreich müssen permanent höhere Zinsen zahlen, um sich neu zu finanzieren, während für Deutschland genau das Gegenteil zutrifft.
Die Kapitalflucht in den vermeintlich sicheren Hafen deutscher Staatsanleihen ist ein Beleg für die immense Unsicherheit der Marktteilnehmer. Das erhöht den Druck auf die politischen Entscheidungsträger, in der europäischen Schuldenkrise endlich Fakten zu schaffen. Dabei hoffe ich sehr, dass Kanzlerin Merkel in Sachen „EURO-Bonds" standhaft bleibt, aber in Sachen Handlungsspielraum der EZB mehr Fingerspitzengefühl beweist.
Greift die EZB endlich richtig durch und nimmt durch aktives Handel den Druck von den Anleihemärkten, können die Aufräumarbeiten weiter fortgesetzt werden. Und die Erfolgs-Chancen sehen beispielsweise bezüglich von Spanien gar nicht schlecht aus. Sie müssen wissen, dass die Schuldenquote der Iberer mit weniger als 70% der jährlichen Wirtschaftsleistung alles andere als brenzlig ist. Musterland Deutschland kommt beispielsweise auf mehr als 80%. Zwar leidet die iberische Halbinsel unter der geplatzten Immobilienblase, einer hohen Arbeitslosigkeit und einer Rezession, dennoch haben die Spanier gute Chancen, ihre Probleme selbst zu lösen.
Spanien verfügt durchaus über eine gesunde industrielle Basis, einen florierenden Export und darüber hinaus solide politische Verhältnisse. Die aktuellen Hauptprobleme betreffen die spanischen Banken, die auf faulen Immobilienkrediten sitzen, die kaum zurückzahlbar sind. Hier müssen EZB und auch IWF eingreifen und für Ruhe sorgen.
Wahrscheinlich haben sich Merkel & Co. darauf verständigt, die Wahlen in Griechenland am 17. Juni abzuwarten, ehe sie endgültige Entscheidungen bekannt geben bzw. bekannt geben lassen (in Sachen EZB). Ich rechne in jedem Fall mit einer anschließenden Börsenrally, entweder als Erleichterungs-Rally, da sich die Griechen für den Euro entscheiden oder als Befreiungs-Rally, da der Markt endgültig das Kapitel Griechenland ad acta legen kann, da ein Ausscheiden aus der Euro-Zone unvermeidbar wird.
Bis dahin kann der DAX sogar noch einmal die runde Marke von 6.000 Punkten ins Visier nehmen und sogar für wenige Tage unterschreiten. Das sollten Sie aber wenn überhaupt als Chance interpretieren, an der einen oder anderen Stelle noch einmal nachlegen zu können. Schließlich ändert sich nichts an der Perspektive, dass die zu erwartende neue Geldschwemme die Inflation beschleunigen wird, ohne dass die Zinsen nennenswert ansteigen. In diesem Umfeld müssen und werden Aktien zwangsläufig irgendwann profitieren, meiner Meinung nach sogar in wenigen Jahren wieder zu übertriebenen Höhenflügen durchstarten.
Herzlichst,
Ihr Jürgen Schmitt
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- Kommentar von Joachim
Hallo Herr Schmitt, da frage ich mich dann doch, wer nach den vielen Empfehlungen ihres Börsendienstes überhaupt noch "Nachschießen" kann??? Sie sollten nur noch dann empfehlen, wenn die Situation es tatsächlich erfordert, wie jetzt!!!??? Ich kann mich noch gut an die Empfehlung der Banken erinnern, wo Sie voller Überzeugung Deutsche und Commerzbank empfohlen haben, bevor die Abgeltungssteuern kamen. Ihr Tenor "Wer da nicht dabei ist, der ist nie bei den Gewinnern"!!! Commerzbank damals bei 6 EURO! Ceterum Censeo: Optimismus verbreiten. Irgendwann geht es wieder Aufwärts. Spätestens nachdem der Anleger pleite ist! schönen Gruß, J.S
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