Die Spannung steigt
Klaus Buhl in Nebenwerte Daily
vom 9. Januar 2012, 17:00 Uhr
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Die oben angesprochenen Verbesserungen zeigt ebenfalls der SDAX, wenn auch erst zögerlich. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die europäischen Börsen relativ schlechter performen als die amerikanischen. Hieran erkennt man, dass seit Wochen und Monaten Kapital aus Europa in die USA fließt und internationale Investoren Europa meiden. Nach wie vor ist kein Ende dieser Durststrecke abzusehen. Da hilft es auch nicht zu klagen, dass der US-Dollar mindestens ebenso kränklich ist wie der Euro. Sinnvoller ist es meiner Meinung nach, sich in den USA nach attraktiven Werten umzusehen, bis die Euro-Schwäche beendet ist.
Quelle: tradesignalonline.com
Immerhin hat es aber der SDAX trotz allen Unkenrufen geschafft, aus einem über Monate angelegten Dreieck nach oben auszubrechen. Aktuell konsolidiert der Index etwas und es sieht danach aus, als würde er sich von oben auf die Formation setzen und von dort neuen Schwung holen. Der RSI fällt leicht und verhält sich insofern konform mit der Kursbewegung, liefert insofern keine neuen Erkenntnisse.
Die Marktinterna
Da der Chart des SDAX momentan nicht besonders viel hergibt, bzw. eher abgewartet werden sollte, ob der Kurs von der oberen Begrenzung nach oben abprallt oder nicht, werfen wir noch rasch einen Blick auf meinen bevorzugten kurzfristigen Indikator des inneren Marktes, den 10-Wochen-Indikator.
Quelle: stockcharts.com
Dieser hat es nämlich in der vergangenen Woche trotz und wegen des miesen Sentiments geschafft, die negative Widerstandslinie von unten zu durchstoßen. Mittlerweile handeln etwa 67 Prozent der Titel an der NYSE oberhalb ihrer 50-Tage-Linie, was einer ordentlichen Marktbreite entspricht, aber noch nicht als überhitzt gilt. Solange dieser Indikator sich oberhalb der negativen Begrenzungslinie hält, am besten natürlich in einer positiven X-Achse, erkenne ich keinen Grund, aufgelaufene kurzfristige Handelsgewinne vorzeitig mitzunehmen. Vor allem aber deutet dieser zyklische Indikator nicht auf kurzfristige Turbulenzen, sondern eher auf ruhiges Fahrwasser an den internationalen Börsen.
Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Start in die neue Woche - vor allem natürlich wenn nun Ihr Weihnachtsurlaub beendet sein sollte.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Klaus Buhl
