Die Spannung bleibt erhalten!
Till Kleinlein in CFX Trader Kolumne
vom 10. Juli 2009, 17:25 Uhr
die heute veröffentlichten Konjunkturdaten hatten nur wenig Einfluss auf die Märkte. Vielleicht lassen die nächste Woche anstehenden Veröffentlichungen mehr Bewegung zu. Zum Beispiel stehen mit dem ZEW-Konjunkturindex am Dienstag und den US-Verbraucherpreisen am Mittwoch Termine auf der Agenda, die Kursschübe auslösen könnten. Die Abweichungen von dem prognostizierten Zahlen müssten aber schon gewaltig ausfallen, damit es am Markt auch zu starken Reaktionen kommt, denn gegenwärtig liegt der Fokus ganz klar auf den anstehenden Unternehmensergebnissen. Hier bin ich insbesondere auf den Dienstag gespannt: Goldman Sachs und Intel präsentieren an diesem Tag ihre Zahlen des vergangenen Quartals. Die Spannung bleibt uns also erhalten!
Trading-Chancen des Tages - Rückblick
Das hat mich heute gelangweilt!
Dax (DAX.I)
Bis zu meinem vorzeitigen Arbeitsende, kurz vor der Wall Street-Eröffnung, schwankte der deutsche Leitindex nur leicht hin und her. Wie erwartet hat sich ein stärkerer Einbruch wegen des Verlassens der Nackenlinie der Schulter-Kopf-Schulter-Formation nicht eingestellt. Bereits bei etwa 4.590 Punkten drehte der Dax wieder nach oben ab. Aufgrund des fast punktgenauen Rückschlags an die Nackenlinie, ist aber zumindest eine gewisse Bedeutsamkeit der S-K-S-Formation für den heutigen Handelstag zu attestieren. Doch die anschließende Abwärtsbewegung endete schon bei etwa 4.585 Punkten. Auch wegen anderer Umstände war damit meine Geduld aufgebraucht. Ich wollte dem langweiligen Treiben nicht länger beiwohnen, auch wenn sich dieser Zustand möglicherweise durch die Bekanntgabe der Verbraucherstimmung der Uni Michigan um kurz vor 16.00 Uhr schnell ändern könnte.
Was bedeutet dies für meine Trade-Statistik?
Heute musste ich einen Verlust verkraften, da ich am frühen Morgen nach dem Rutsch unter die 4.600er-Marke eine Short-Position eingegangen bin (Ausführung zu 4.594). Doch statt an diesem Punkt gehörig Gas zu geben und die Fahrt in den Süden fortzusetzen, wurde nochmals die Nackenlinie angesteuert - diesmal von unten. Auf dem Weg dorthin wurde meine Stopp-Order ausgelöst (bei 4.620).
Ergebnis: Verlust 26 Dax-Punkte
Wochenergebnis
Mein Ziel wurde verfehlt! Ich versuche jede Handelswoche mit 100 Dax-Punkten Gewinn abzuschließen. Häufig gelingt mir dies, doch diese Woche bleiben nach einem hoffnungsvollen Start „nur" 53 Punkte übrig. Ist auch nicht schlecht, aber richtig zufrieden kann ich damit eben auch nicht sein. Das ich dabei aber den Wettstreit mit der Dax-Performance klar für mich gewinnen kann, tröstet mich auch kaum. Der Handel läuft noch knapp zwei Stunden, der deutsche Leitindex wird aber einige Punkte im Vergleich zur Vorwoche verlieren.
Für Dax-Trades nutze ich ausschließlich den CFD auf den Dax. Diesen können Sie im CFX Trader via Kürzel DAX.I aufrufen.
Dax - 30-Minuten-Chart
Dax (DAX.I): An diesem Handelstag konnten weder die bullisch, noch die bärisch eingestellten Marktteilnehmer viele Punkte einsammeln.
Ausblick für nächste Woche
Ziemlich exakt setzt der Dax auf der Abwärtstrendlinie auf. Nach Wochen nachgebender Notierungen könnte nächste Woche durchaus ein Abprallen nach oben einkalkuliert werden. Die fundamentalen Ereignisse haben aber derzeit mindestens ebenso hohes Gewicht wie die technische Interpretation des Chartbildes. Insbesondere die nächsten Unternehmensdaten der US-Berichtssaison werden wohl den Weg zeigen, der kurzfristig eingeschlagen wird.
Mein favorisiertes Szenario bleibt dabei das Short-Szenario mit Kurs-Ziel 4.400 Punkte. Ich werde daher Short-Trades bessere Chancen einräumen und entsprechend auch größere Positionsgrößen als bei einem Long-Trade handeln. Erst mit einem nachhaltigen Überwinden 4.700er-Marke sollte ein positives Wochenergebnis beim Dax so gut wie sicher sein. Ich als Daytrader bin jedenfalls auf beide Möglichkeiten vorbereitet.
Dax - Wochenchart
Dax (DAX.I): Der Dax bewegt sich weiterhin entlang der Abwärtstrendlinie. Seit der Zwischenerholung, die an der 50er-Durchschnittslinie (blaue Linie) ihr Ende fand, kommt aber auch kein massiver Abgabedruck auf.