Die Schlechteste aller Gold-Anlage in stürmischen Zeiten
Daniel Wilhelmi in Profit Radar zum Thema Gold als Geldanlage
vom 25. November 2010, 19:00 Uhr
ENL5454
Weiter geht es zum Thema Gold. Wie ich Ihnen schon schrieb, erwarte ich in der Tat mittel- bis langfristig einige schwerwiegende gesellschaftliche und ökonomische Veränderungen für die westlichen Gesellschaften und vor allem für Deutschland (aufgrund seines im internationalen Vergleich viel zu großem Sozialsystem). Und das wird natürlich gravierende Folgen für die Einkommen und Vermögen von jedem Einzelnen haben.
Ereignisse wie eine Explosion der Alterarmut, Rente mit 67 oder eine massive Entwertung von Geld (Inflation) sind sichere Zukunftsereignisse, für jeden Menschen, der die Augen aufmacht. Genau so wie höhere Steuern, höhere Beiträge für die Krankenkassen etc. - denn anders werden der deutsche Staat und die Versicherer die weiter steigenden Ausgaben nicht kompensieren können.
Wie Sie wissen, glaube ich auch daran, dass der Euro am Ende scheitern wird. Zumindest in seiner jetzigen Form. Das Problem daran: Da es keine wirtschaftliche sondern eine rein politische Währung ist, werden Europas Politiker so lange wie irgend möglich an dieser Schrottwährung festhalten.
Denn wenn der Euro fällt, dann zerfällt auch dieser irre und völlig irreale Traum von Politikern eines vereinten Europas. Und jetzt dürften Sie drei Mal raten, wer die Hauptlasten dieser kommenden künstlichen Lebenserhaltungsmaßnahmen für den Euro tragen darf? Richtig: Deutschland - der doofe Packesel Europas, auf dem die anderen Staaten schön ihre Probleme abladen.
Kommentare
Kommentar abgeben- Kommentar von Walter Sieverling (25.11. 2010 20:06 Uhr):
Lieber Herr Wilhelmi, der doofe Packesel geht hin und wieder zurück. Wir müssen unsere Währung nicht mehr aufwerten und teuer exportieren. Die Eurostaaten kaufen kräftig bei uns ein. Da ist es nur vernünftig, kleinen Staaten mal zu helfen, damit sie nicht pleite gehen, sondern weiter bei uns einkaufen, denn wir sind auf Export angewiesen. Freundliche Grüße, W. Sieverling
Antworten - Kommentar von Jürgen Drgala (25.11. 2010 22:43 Uhr):
Was Ihr Szenario EU, Euro und im Zusammenhang damit der Versuch dem heraufziehenden wirtschaftlichen Harmagedon durch eine Absicherung mit Gold-Zertifikaten entgehen zu wollen, ist sehr real. Zwar versuchen die EU-Politiker mit Macht herunterzuspielen, dass nach Griechenland und Irland die Märkte auch schon gegen Portugal, Spanien und Italien wetten. Das heißt den Poltitikern schwant zwar bzw. sie wissen es sogar positiv , dass der 750-Milliarden- Euro- Rettungsschirm der EU und des Internationalen Währungsfonds(IWF) nicht ausreichen wird , um die Verbindlichkeiten dieser Staaten zu bedienen. Dies würde um so mehr gelten, wenn man den Gerüchten Glauben schenken müßte, dass auch Frankreich sich in Turbelenzen befindet. Im Ergebnis müßte dann der "Retter" Deutschland selbst gerettet weden, aber von wem?Bei dieser Konstellation macht man sich schon Gedanken,wie und wo man sein Geld richtig anlegt.Statt Euro anlage in schweizer Franken oder gar in Remimbi? Investieren in Grundstücke bei sinkender Bevölkerung in Europa und Mangel an zahlungdkräftigen Bauherren scheint auch problematisch. Gold- Zertifikate scheiden schon im Hinblick auf eine immer vorhandene Unsicherheit hinsichtlich ahlugsfähigkeit der Emmitenden aus, so dass man letztlich immer wieder auf physisches Glod als letzten Hprt der Sicherheit zurüchkommt, mit gewissen Abstrichen auch noch Aktien-Fonds. Dr. jur. Jürgen Drgala
Antworten
weitere Ausgaben von
Profit Radar
weitere Artikel dieser Ausgabe:
Donnerstag, 24. Mai 2012
Mittwoch, 23. Mai 2012
Dienstag, 22. Mai 2012
alle AusgabenBörsenbrief: Travel Trader
Ihr Börsendienst mit dem globalen Insidernetzwerk
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Börsenbrief: Travel Trader